Titelaufnahme

Titel
Frauen / Männer / Blasmusik : Genderaspekte in der österreichischen Blasmusik am Beispiel des Bezirks Voitsberg / vorgelegt von Brigitte Wipfler
Verfasser/ VerfasserinWipfler, Brigitte
Begutachter / BegutachterinEberhart, Helmut
Erschienen2014
Umfang127 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Blas- und Bläsermusik / Frau / Österreich / Blas- und Bläsermusik / Frau / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69793 Persistent Identifier (URN)
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Frauen / Männer / Blasmusik [2.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit ,Frauen/Männer/Blasmusik? stellt die sozialen Auswirkungen, die das mittlerweile historische Eintreten von Frauen und Mädchen in die österreichischen Blasmusikkapellen im Verein mit sich gebracht haben, ins Zentrum des Forschungsinteresses. Ausgehend von der bürgerlichen Verortung der Frau in der Musik wird hier der Weg aufgezeigt, den Frauen und Mädchen im einst männlich dominierten Feld beschritten haben. Die Untersuchung wurde multimethodisch angelegt und basiert auf sowohl quantitativen als auch qualitativen Daten von den Musikkapellen des Bezirks Voitsberg.Der anfängliche Seltenheitsstatus von Frauen und Mädchen erzeugte durch Interaktionseffekte eine neuerliche Stereotypisierung in Bezug auf die Geschlechterrollen, durch die Zuschreibung von Rollen, die die Mehrheit (der Männer) bereits von Frauen gekannt hatte. Diese Stereotypisierung zeigt sich in der Instrumentenwahl, der Kommunikation im Verein und in der Wahrnehmung von Funktionen im Vereinsvorstand.Wenn auch dieser Seltenheitsstatus heute überwunden wurde, wirken Stereotype weiter, um Genderhierarchien fortzuschreiben. Dennoch, die Tatsache, dass sich Frauen aktiv in den Verein einbringen, stellt weitere Weichen für den Umschwung. Insbesondere am Umstand, dass Frauen über dreißig erstmals im größeren Ausmaß im Verein bleiben, lässt sich zeigen, dass das Feld des Blasmusikvereins abhängig ist von anderen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen, vor allem von familiären und beruflichen Rollen und den strukturellen Unterschieden zwischen Stadt und Land.Nicht zuletzt wurden die Positionierungskämpfe des Feldes Blasmusik selbst aufgezeigt, und zwar zwischen den Polen ihrer eigenen Geschichte und Tradition und der Notwendigkeit Zukunftsfähigkeit für nachfolgende Generationen bereitzuhalten, als Orte der individuellen und gemeinschaftlichen Sinnstiftung.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis entitled ,Women/Men/Wind? draws a picture of the changes in Austrian wind bands considering the access of girls and women since the last third of the twentieth century. The multi-methodic investigation is based on quantitative as well as qualitative material in the district of Voitsberg.Starting with the role that women used to play in music, the diploma thesis deals with the situation of women entering a field that had always been predominated by men.The salient status of these women provoked a new stereotyping, reassigning roles that the majority (men) had already been familiar with. This stereotyping influences the choice of instruments, the communication in the club and also the functions in the managing committee. Although today this salient status of women has been overcome, stereotyping continues to exist in order to foster gender hierarchies. The fact that women take active parts in the club is causing a turnaround. When looking at women in wind bands during the last years, an increase of the number of over thirty year old women who overtake the roles of chair women or bandmasters is obvious. This demonstrates that playing in a wind band means to be part of a micro-society that is influenced by developments in bigger contexts: differences between rural and urban areas, differences in family relations, professional rules?Last but not least the thesis reveals the struggling of wind bands for change between its own history and tradition and the need for making it fit for future generations as a place of creating endowment of life with meaning.