Titelaufnahme

Titel
Ein Stück Freiheit : Alltagskonstruktionen beim Übergang in den Ruhestand ; eine soziologische Vergleichsstudie von ehemals erwerbstätigen Frauen / Nopp Michaela
Verfasser/ VerfasserinNopp, Michaela
Begutachter / BegutachterinMoebius, Stephan
Erschienen2014
Umfang117 Bl. : Zsfassung (1 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69787 Persistent Identifier (URN)
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Ein Stück Freiheit [0.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Lebenswirklichkeit ehemals erwerbstätiger Frauen im Ruhestand und den subjektiven Konstruktionen ihres Alltags. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich ihre Alltagswirklichkeit gestaltet, unter den Bedingungen finanzieller Absicherung und persönlicher Prägung durch die ehemalige Berufstätigkeit sowie einer Loslösung von gesellschaftlichen Funktionsvorgaben und Zeitnormen nach Beendigung dieser. Weiters stehen die geschlechtsspezifische Rollenaufteilung und die Zuständigkeit von Alltagsaufgaben im Ruhestand zur Disposition. Eine Gliederung der Studie erfolgt durch die Formulierung von Vergleichskategorien ? die Handlungs-, Bewertungs- und Beziehungsebene. Grundlage dafür bilden relevante Inhalte der Fachliteratur, Vorurteile die ältere Frauen betreffen und Themengebiete, die bisher ausschließlich in Bezug auf Männer im Ruhestand erforscht wurden. Diese formale Kategorisierung ist die Basis für die Formulierung der Fragestellungen: Die Bewertung der Berufsarbeit im Vergleich zur Hausarbeit (unter anderem im Bezug auf die Erfahrung von Anerkennung), Handlungsherausforderungen im Alltag ? etwa die Zeiteinteilung, Integration und gesellschaftliche Teilhabe ? sowie die Funktion von Alltagspraktiken, Rituale und Routinen und schließlich die Beziehungsebene, also der Vergleich von verheirateten und alleinstehenden Frauen. Das Ausarbeiten dieser Forschungsfragen erfolgt mittels problemzentrierter Interwiews und der qualitativen Inhaltsanalyse. Ziel dieser Studie ist es die Alltagswirklichkeit von Pensionistinnen aufzuzeigen, klischeehafte Vorstellungen und Vorurteile zu revidieren und einen neuen, alltäglichen und wissenschaftlichen Diskurs in Bezug auf Frauen im Ruhestand anzuregen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study deals with the reality of formerly employed women in retirement and their subjective construction of everyday life. It examines the question of how the actual day-to-day reality of female pensioners looks like, under consideration of financial security and personal identification with their former careers. It must also be noted that the time after ending the employment is a liberation from old rules like social function sets and time standards. The increase in female employment gives rise to the possibility that the gender roles and household chores could be renegotiated in the retirement phase. The structure of the study is based on three comparison groups, namely the valuation level, the level of action and the relationship level. The definition of these levels is grounded on topics of the related literature, prejudices against elderly women and issues which are only investigated in relation to retired men so far. This formal categorization is the basis for the formulation of the fundamental research questions. The main topics in this survey are the value of employment in comparison to domestic work (also concerning the experienced appreciation), the structure of activities in everyday life, for example time management, social participation and the function of daily rituals or routines, and finally the relationship level which means the comparison of married and single women. The topics have been analyzed using a qualitative social research method and a problem focused interview technique. The aim of this study is to reveal the everyday reality of female pensioners, to revise stereotyped notions and prejudices and to stimulate a new discourse about women in retirement.