Titelaufnahme

Titel
Quantitative film studies : regularities and interrelations exemplified by shot lengths in soviet feature films / eingereicht von Veronika Koch
Verfasser/ VerfasserinKoch, Veronika
Begutachter / BegutachterinGrzybek Peter ; Eismann Wolfgang
Erschienen2014
UmfangZsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Sowjetunion / Film / Filmtechnik / Geschichte 1920-1990
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69760 Persistent Identifier (URN)
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Quantitative film studies [2.25 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Quantitative Filmanalyse: Regularitäten und Zusammenhänge am Beispiel der Einstellungslänge in sowjetischen FilmenDiese Arbeit befasst sich mit Regularitäten der Filmkonstruktion. Einerseits geht es um Regelmäßigkeiten bei der Verteilung von Einstellungslängenhäufigkeiten und andererseits um den Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen Einstellungslänge und der Filmlänge. Während der Zusammenhang zwischen formalen filmischen Einheiten in der Filmwissenschaft noch nicht untersucht wurde, konnten bereits Regularitäten bei der Häufigkeit von Einstellungslängen festgestellt werden. Diese Regularitäten wurden anhand verschiedener mathematischer Modelle beschrieben, wobei der Frage nach dem Erklärungspotenzial des Modells eher eine untergeordnete Bedeutung zukam. Unter "Erklärung" ist hier die Ableitung aus Gesetzmäßigkeiten und Randbedingungen zu verstehen. Der Autorin ist eine einzige filmwissenschaftliche Abhandlung bekannt, die Einstellungslängen untersucht hat, und zwar unter Bezugnahme auf einen theoretischen Ansatz mit Erklärungsanspruch. Ziel der vorliegenden Arbeit soll sein, die Arbeitsweise und den Erkenntnisgewinn eben dieses methodologischen Ansatzes zu demonstrieren und neue Wege für die Filmwissenschaft aufzuzeigen. Für die Analysen wurde ein Korpus von 70 sowjetischen Spielfilmen aus den 1920er bis 1980er Jahren festgelegt. Methodologisch orientiert sich diese Arbeit an der Herangehensweise der quantitativen Linguistik bzw. den Naturwissenschaften. Die Untersuchung führt zu folgenden Resultaten: 1. Die empirischen Verteilungen der Einstellungslängenhäufigkeiten lassen sich mit der Zipf-Alekseev Funktion modellieren.2. Der Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen Einstellungslänge und der Filmlänge folgt dem Menzerath-Altmann Gesetz. 3. Beide theoretischen Modelle sind innerhalb eines größeren, ebenfalls theoretischen Rahmens, der die zugrundeliegenden Mechanismen von Kommunikation beschreibt und erklärt, verankert.

Zusammenfassung (Englisch)

Quantitative Film Studies: Regularities and Interrelations Exemplified by Shot Lengths in Soviet Feature FilmsThis thesis focuses on regularities of the construction of film. On the one hand we studied the regularities of shot length frequencies and on the other hand the interrelation between shot length and film length. Whereas the interrelation between formal filmic units has not received any attention from scholars yet, regularities of shot length frequencies have been studied. So far, researchers were mainly concerned with the mathematical description of the pattern and not so much with its explanation. By ?explanation? we mean the deduction of the phenomenon from laws and boundary conditions. So far, only one work is known to the author in which shot length frequencies were studied with reference to an explanation.The aim of this study is to explicate the methods of this new approach to and highlight the insights to be gained.The search for the distributional regularities and the interrelation was conducted on a sample of 70 Soviet films from the 1920s to the 1980s. Methodologically the approach is the same as in other empirical sciences like quantitative linguistics or the natural sciences.The analyses led to the following results:1. The empirical distributions of shot length frequencies can be fitted to the Zipf-Alekseev function in most cases.2. The interrelation between the mean shot length and film length followed the Menzerath-Altmann law.3. Both models can be incorporated within a larger theoretical framework of communication, which describes and explains the observed behaviours as the outcome of certain generating processes.