Titelaufnahme

Titel
Der letzte österreichisch-türkische Krieg im Spiegel serbischer Quellen (1787-1850) / vorgelegt von Jasenko Mudri
Verfasser/ VerfasserinMudri, Jasenko
Begutachter / BegutachterinHeppner, Harald
Erschienen2014
Umfang106 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Türkenkrieg <1788-1791> / Rezeption / Serbien / Geschichte 1788-1850 / Türkenkrieg <1788-1791> / Rezeption / Serbien / Geschichte 1788-1850 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69706 Persistent Identifier (URN)
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Der letzte österreichisch-türkische Krieg im Spiegel serbischer Quellen (1787-1850) [2.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

KurzzusammenfassungMasterarbeit Jasenko MudriDer letzte österreichisch-türkische Krieg im Spiegel serbischer Quellen (1787-1850)Der Achte Österreichisch-Türkische Krieg von 1788 bis 1791 markierte eine geopolitische Neuorientierung des Habsburgerreiches. Obwohl die österreichisch-russische Allianz mehrere Schlachten gewann, resultierte der Waffengang auf Grund einer neuen Konstellation der Großmächte nach dem Ausbruch der Französischen Revolution in einem Status Quo Ante. Die Donaumonarchie verzichtete auf weitere Konflikte mit dem Osmanischen Reich und wurde stattdessen in den kommenden zwanzig Jahren in mehrere Kriege gegen Frankreich hineingezogen. Diese Arbeit analysiert die erwähnte militärische Auseinandersetzung im Spiegel serbischer Quellen. Die serbisch besiedelten Gebiete des Osmanischen Reiches waren sehr rückständig. Die Oberschicht der serbischen Untertanen des Habsburgerreiches wurde hingegen im Sinne der Aufklärung europäisiert. Die ersten serbischen Zeitungen und Bücher der Neuzeit wurden am Ende des 18. Jahrhunderts in Wien gedruckt. Seit Joseph II. unterstützten die Habsburger die Emanzipation der Serben der Monarchie. Der Krieg von 1788 bis 1791 war ein Katalysator für die Verbreitung der Aufklärung unter den Serben. In ihren literarischen Werken glorifizieren sie Joseph II. und Laudon als Befreier. Diese schriftlichen Werke sind in mehreren Hinsichten interessant. Sie ergänzen mit ihrer lebhaften Sprache des einfachen Volkes die primär in Wien liegenden "trockenen" Archivalien über den letzten Türkenkrieg Österreichs. Die serbischen Quellen über diesen Krieg wurden bisher nicht nur in Österreich, sondern auch in Serbien vernachlässigt. Die serbischen Historiographen des 19. und des 20. Jahrhunderts widmeten sich lieber den Aufständen von 1804 und 1815. Der Achte Österreichisch-Türkische Krieg blieb in ihren Augen ein "fremder" Konflikt, weil die Serben nicht als selbstständige Kriegspartei agierten, sondern dem Kaiser in Wien dienten.

Zusammenfassung (Englisch)

AbstractMaster Thesis Jasenko MudriThe last Austro-Turkish War in the mirror of Serbian sources (1787-1850)The Eighth Austro-Turkish War from 1788 to 1791 marked a geopolitical reorientation of the Habsburg Empire. Although the Austro-Russian alliance has won several battles, the armed conflict resulted due to a new constellation of the Great Powers after the outbreak of the French Revolution in a status quo ante. The Danube Monarchy subsequently renounced any further conflict with the Ottoman Empire, but was drawn into several wars against France during the next twenty years. This Master?s Thesis analyzes the mentioned military conflict in the mirror of Serbian sources. The Serb-inhabited regions of the Ottoman Empire were very backward. The social elite of the Serbian subjects of the Habsburg Empire, however, was Europeanized in the spirit of the Enlightenment. The first Serbian newspapers and books of the modern era were printed at the end of the 18th century in Vienna. That was no coincidence, as the house of Habsburg has continuingly supported the emancipation of the Serbs of the Monarchy since the reign of Joseph II. Accordingly, the war from 1788 to 1791 served as a catalyst for the spread of enlightenment among the Serbian population. In their literary works they glorified Joseph II and Laudon as liberators. These written sources are interesting in several aspects. They supplement with their vivid language of the common people the "dry" historical documents about the last Turkish war of Austria, which are primarily preserved in Vienna?s archives. The Serbian sources about the war have been neglected not only in Austria but also in Serbia itself. Serbian historians of the 19th and the 20th century have rather devoted themselves to the uprisings of 1804 and 1815. The Eighth Austro-Turkish War was in their eyes a "foreign" conflict, because the Serbs did not act as an independent war party, but served the emperor in Vienna within the royal army.