Titelaufnahme

Titel
Der Alltag der tschetschenischen Asylsuchenden in Graz / vorgelegt von Andreas Ecker
Verfasser/ VerfasserinEcker, Andreas
Begutachter / BegutachterinHeimgartner, Arno
Erschienen2014
Umfang133 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Flüchtling / Tschetschenen / Alltag / Graz / Flüchtling / Tschetschenen / Alltag / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69663 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Der Alltag der tschetschenischen Asylsuchenden in Graz [1.3 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Durch furchtbare Erlebnisse im Heimatland traumatisiert, erreichen jeden Tag unzählige Flüchtlinge ihre neue Heimat und hoffen nach dieser langen Zeit der Furcht und Ungewissheit endlich ihren Frieden gefunden zu haben. Diese zuversichtliche Einstellung der AsylwerberInnen ändert sich jedoch sehr rasch, denn auch hierzulande werden sie alltäglich mit einer Reihe von Belastungen konfrontiert. Das Hauptziel der Arbeit ist es, den Lesern/Leserinnen einen sehr detaillierten Einblick in das Alltagsleben von Asylsuchenden in Graz und damit verbundenen Herausforderungen zu gewähren. Die Forschungsfrage dazu lautete: "Wie sieht der Alltag der tschetschenischen Asylsuchenden in Graz aus?" Überdies wäre es wünschenswert, wenn es mir gelingen würde, in der Bevölkerung existierende Vorurteile abzubauen bzw. Asylsuchende über ihre Rechte innerhalb des Asylverfahrens zu informieren. Die mittels ausgiebiger Literaturrecherche gesammelten Informationen wurden zunächst im theoretischen Teil dargestellt. Anschließend wurde mit Hilfe einer teilnehmenden Beobachtung in einem Grazer Flüchtlingshaus versucht, die oben genannte Forschungsfrage bestmöglich zu beantworten. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich das mehrere Jahre andauernde Asylverfahren für alle Betroffenen als sehr belastend darstellt, vor allem die erzwungene Untätigkeit und daraus resultierende Perspektivenlosigkeit macht sehr vielen Asylsuchenden zu schaffen. Seitens der AsylwerberInnen wäre ein großes Interesse an diversen Weiterbildungsmaßnahmen und Freizeitbeschäftigungen vorhanden, leider hindern finanzielle Gründe deren Realisierung. Gesundheitliche Beschwerden, Platzmangel, Nachbarschaftskonflikte, finanzielle Sorgen und rassistische Alltagserfahrungen stellen weitere Herausforderungen dar, mit denen die Asylsuchenden zu kämpfen haben. Jeden Tag hoffen die Betroffenen, endlich einen positiven Asylbescheid zu erhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

Traumatized by terrible experiences in their native countries, untold refugees reach their new homeland and hope to be at peace at last after a long time of fear and uncertainty. This confident attitude of asylum seekers changes quickly due to a variety of new burdens.The main purpose of this paper is to provide detailed insight into the everyday life of asylum seekers in Graz and associated challenges. The research question was: "How is the everyday life of Chechen asylum seekers in Graz like?" Furthermore it would be desirable for me if I could reduce prejudices in society and inform asylum seekers about their rights concerning the asylum procedure.The information which was collected by comprehensive literature search was initially presented in the theoretical part of the paper. Afterwards it was tried to answer the above mentioned research question through participant observation in a refugees? home in Graz.To sum up, I can say that asylum procedures that take several years are very burdening for the asylum seekers. Especially the enforced passivity and the consequent lack of perspective bother many of them. The refugees are highly interested in further education and free-time-activities, however, financial reasons prohibit the realization. Health problems, lack of space, disputes between neighbours, financial worries and racist experiences in everyday life are further challenges to be fought by the asylum seekers. They hope every day for a positive decision on asylum.