Titelaufnahme

Titel
Die männliche Beschneidung als religiöses Ritual und ihre Infragestellung / einger. von Birgit Stampfl
Verfasser/ VerfasserinStampfl, Birgit
Begutachter / BegutachterinEbenbauer Peter
Erschienen2014
Umfang114 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Beschneidung <Mann> / Ritual / Religion / Beschneidung <Mann> / Ritual / Religion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69643 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die männliche Beschneidung als religiöses Ritual und ihre Infragestellung [1.08 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgangspunkt dieser Masterarbeit ist die religiös motivierte Beschneidung und die Infragestellung dieses Rituals in einer säkularen Gesellschaft. Die Zugangsweisen sind dabei folgende: Im ersten Teil dieser Arbeit werden relevante Aspekte und Motive der männlichen Beschneidung theoretisch untersucht und von der weiblichen Genitalverstümmelung abgegrenzt. Weiters wird die Bedeutung dieses Rituals in Judentum, Islam und Christentum näher beleuchtet. Der zweite Teil untersucht den Verlauf und die Dynamik der Beschneidungsdebatte, die in Deutschland 2012 einsetzte, nachdem bekannt wurde, dass das Landgericht Köln in einem Urteil die medizinisch nicht indizierte Zirkumzision eines minderjährigen Jungen als Körperverletzung gewertet hatte. Die Autorin gelangt in ihren Ausführungen schließlich zur Erkenntnis, dass in dieser Diskussion das Ritual per se eine eher untergeordnete Rolle spielt, und dass in der Dynamik der Debatte die allgemeine Tendenz einer anlehnenden Haltung gegenüber Religion in einer säkularen Gesellschaft im Fokus steht. Der dritte Teil dieser Arbeit beinhaltet Überlegungen zum Umgang mit diesem Thema im Religionsunterricht.

Zusammenfassung (Englisch)

The research presented in this master thesis is based on male circumcision and it's questioning in a secular society. Following distinct approaches were chosen to consider this subject: In the first part of this thesis the relevant aspects and motives of male circumcision are examined and as well distinguished from female genital mutilation (FGM). Furthermore the significance of this ritual in Judaism, Islam and Christianity is focused. The second part contains an examination about the course and the dynamics of the debate over circumcision, which was triggered by a ruling of the Regional Court of Cologne in Germany in 2012. This ruling criminalizes the circumcision of minors for nonmedically indicated reasons. Based on these considerations the author concludes that the ritual per se is playing a subordinate role in the debate over circumcision and that the dynamics of the debate are focused on a general trend of a negative attitude towards religion within a secular society. The third part of this thesis contains considerations for dealing with this subject in Religious education.