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Title
Einfluss eines kooperativen vs. kompetitiven sozialen Kontexts auf die Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts in gleichgeschlechtlichen Dyaden / Mimi Fessler
AuthorFessler, Mimi
CensorAthenstaedt, Ursula
Published2014
DescriptionVI, 98 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Geschlechterrolle / Selbstbild / Kooperation / Wettbewerb / Geschlechterrolle / Selbstbild / Kooperation / Wettbewerb / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69500 Persistent Identifier (URN)
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Einfluss eines kooperativen vs. kompetitiven sozialen Kontexts auf die Aktivierung des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts in gleichgeschlechtlichen Dyaden [1.14 mb]
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Abstract (German)

Das Geschlechtsrollen-Selbstkonzept (GRS) ist das Ausmaß, in welchem Personen Geschlechtsstereotype zur Selbstbeschreibung heranziehen. Aus der Literatur geht hervor, dass das Selbstkonzept mit Verhalten assoziiert ist und sich durch den jeweiligen Kontext verändern kann. Diese Studie untersuchte die Aktivierung des GRS in Zusammenhang mit einem kooperativen vs. kompetitiven Kontext. Die Forschung zeigte, dass Kooperation eher mit dem weiblichen GRS in Verbindung steht, während das männliche GRS mit Wettbewerb assoziiert wird. Daher wurde angenommen, dass Personen in einer kooperativen Interaktion das weibliche GRS aktivieren und in einer kompetitiven Situation das männliche GRS im Vordergrund steht. 40 Frauen und 40 Männer wurden zu gleichgeschlechtlichen Dyaden zusammengefasst. Zunächst wurde die Selbstzuschreibung männlicher und weiblicher Eigenschaften und Verhaltensweisen anhand von Zustimmungshäufigkeiten und mittleren Zustimmungslatenzen erhoben. Die TeilnehmerInnen wurden danach zufällig einem/r unbekannten PartnerIn zugeteilt, mit dem/r sie zu einem späteren Zeitpunkt das Spiel Solitär spielten. Das Spiel wurde je nach Bedingung kooperativ oder kompetitiv instruiert. Danach wurde noch einmal die Selbstzuschreibung von Eigenschaften und Verhaltensweisen erfasst, um festzustellen, inwieweit die Art der Interaktion die Aktivierung des GRS beeinflusst. Die Ergebnisse konnten die Annahmen zur Aktivierung des männlichen GRS nicht bestätigen. Die TeilnehmerInnen unterschieden sich aber in der Zuschreibung weiblicher Verhaltensweisen in Abhängigkeit der Interaktion. Sie schrieben sich entgegen der Hypothese nach der kompetitiven Interaktion mehr und schneller weibliche Verhaltensweisen zu als nach der kooperativen Interaktion. Die kompetitive Interaktion führte zu einer Aktivierung der Zuschreibung weiblicher Verhaltensweisen und damit zur Aktivierung dieser Aspekte des Geschlechtsrollen-Selbstkonzepts.

Abstract (English)

The gender role self-concept (GRS) is the extent to which individuals use gender stereotypes for self-description. It is known from literature that self-concept is associated with behavior and can change in dependence of the context. Research has shown that cooperation is associated with communal GRS, while agentic GRS is associated with competition. Consequently we assumed that individuals would activate the communal GRS after a cooperative context, and the agentic GRS after a competitive situation. 40 women and 40 men were grouped into same-sex dyads. Before the interaction, the self-attribution of agentic and communal characteristics and behaviors was measured by the means of agreement numbers and average agreement latencies. The participants were then randomly assigned to an unknown partner and instructed to play the game Solitaire either cooperatively or competitively. Afterwards the self-concept was measured a second time to determine to what extent the type of interaction affects the activation of the GRS. The results could not confirm the hypotheses regarding the activation of the agentic GRS. However, the participants showed differences in the self-attribution of communal behaviors in dependence of the interaction. In contradiction to the hypothesis, they agreed more and faster to communal behaviors after the competitive interaction than after the cooperative interaction. The competitive interaction led to an activation of communal behaviors and thereby to the activation of these aspects of the gender role self-concept.