Titelaufnahme

Titel
Der Ausbau der alternativen Streitbeteiligung in der EU auf Grundlage der RL 2013/11/EU und der VO (EG) 524/2013 / von Melanie Berger
Verfasser/ VerfasserinBerger, Melanie
Begutachter / BegutachterinFerz, Sascha
Erschienen2014
UmfangVIII, 101 Bl. : Zsfassung ( 1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Beilegung / Rechtsstreit / Europäische Union / Beilegung / Rechtsstreit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69407 Persistent Identifier (URN)
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Der Ausbau der alternativen Streitbeteiligung in der EU auf Grundlage der RL 2013/11/EU und der VO (EG) 524/2013 [0.53 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bei vielen Streitigkeiten ist man als Rechtsschutzsuchender vor die Frage gestellt, ob es überhaupt sinnvoll ist, den Gerichtsweg zu beschreiten. Denn in vielen Fällen erscheint es durchaus zielführender, sich außergerichtlich zu einigen.Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Neuerungen der außergerichtlichen Streitbeilegung in der EU. Die alternative Streitbeilegung ist schon lange keine Unbekannte mehr, denn mittlerweile stellt sie nicht nur in den USA, in der sie großgeworden ist, sondern auch in Österreich und anderen MS der EU ein wichtiges, jedoch unterschiedlich stark ausgeprägtes Alternativangebot dar, das aus den Rechtssystemen nicht mehr wegzudenken ist. Von der Vorteilhaftigkeit der alternativen Streitbeilegung überzeugt, widmete sich die EU zunehmend dieser Thematik. Eine Etablierung bzw Ausweitung der alternativen Streitbeilegungsmethoden sollte nicht nur das Verbraucherschutzniveau auf EU-Ebene erhöhen, sondern auch zu einem reibungslosen Funktionieren des Binnenmarkts beitragen.Das Resultat dieser Bemühungen bildete das im Juli 2013 verabschiedete Maßnahmenpaket bestehend aus der RL 2013/11/EU und der VO (EG) 524/2013. Der Schwerpunkt der Diplomarbeit liegt auf dem Inhalt der RL, daneben befasst sie sich mit deren Auswirkungen und der möglichen Umsetzung in den MS und in Österreich. Ihr Vorhaben ist bahnbrechend: Nach dem Umsetzungstermin soll es jedem Verbraucher innerhalb der EU möglich sein, sich im Falle einer Streitigkeit mit einem Unternehmer aus einem inländischen oder grenzübergreifenden Kauf- oder Dienstleistungsvertrag an eine AS-Stelle zu wenden, die sich diesem Fall widmet und versucht, eine außergerichtliche Lösung herbeizuführen. Durch die in der VO ODR vorgesehene Schaffung einer Online-Plattform, deren Hauptaufgabe es sein wird, den Streitparteien bei inländischen und insbes bei grenzübergreifenden Streitigkeiten zu einer passenden Streitbeilegungsstelle zu verhelfen, sollen die Streitparteien zusätzlich unterstützt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

There are quite a lot of different disputes, where it is not sure that going to court is the best solution. Because in many cases, it is a lot easier to solve your problems out-of-court on a reasonable and amicable basis.The Alternative Dispute Resolution is known for quite a long time and established itself within the years. It is not only practised in the USA, which is considered to be its creator, but also in Austria and the other EU member states. The Alternative Dispute Resolution really is an important alternative to the regular court procedures. Convinced of all its advantages, the EU increasingly worked on that topic to achieve a higher level of consumer protection and to reduce divers obstacles in the internal market.The result of all the efforts was a package of measures, made of the directive 2013/11/EU on alternative dispute resolution for consumer disputes and the regulation (EU) 524/2013 on online dispute resolution for consumer disputes. Their intention is pioneering: After their transposition, every consumer from the EU can voluntarily submit complaints against traders to entities that offer high-quality alternative dispute resolution procedures to solve conflicts out-of-court. In addition, the ODR platform will support consumers in domestic and cross-border cases to find a suitable ADR entity. The member states have to transpose the directive 2013/11/EU until July 2015 and half a year later, the regulation enters into force. It remains to be seen, what measures the member states take in the near future to convert them.