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Title
Placeboinduzierte Veränderung des Ekelerlebens bei Mädchen : eine EEG-Studie mit besonderer Berücksichtigung der P300 / Theresa Bauer
Additional Titles
Placebo-induced changes of disgust feelings of girls : an EEG-study with specific consideration of the P300
AuthorBauer, Theresa
CensorSchienle, Anne
Published2014
Description105 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill.,graph. Darst.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2014
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Mädchen <9-13 Jahre> / Ekel / Gefühlsempfindung / Placebo / Elektroencephalographie / Mädchen <9-13 Jahre> / Ekel / Gefühlsempfindung / Placebo / Elektroencephalographie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69365 Persistent Identifier (URN)
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Placeboinduzierte Veränderung des Ekelerlebens bei Mädchen [2.92 mb]
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Abstract (German)

Die Auswirkungen eines Ekel-Placebos auf die Gehirnaktivierung wurden bereits bei Erwachsenen untersucht. Jedoch blieb dieser Bereich bei Kindern bisher unerforscht. Wie sich ein Präparat gegen Ekelempfingen auf die Gehirnaktivierung sowie die subjektive Einschätzung des Ekelempfindens von Mädchen zwischen acht und 13 Jahren auswirkt, war Ziel dieser Arbeit. Insgesamt betrachteten 28 hoch ekelempfindliche Mädchen affektiv erregende Bilder (Ekel, Angst, Neutral). Währenddessen wurde die Gehirnaktivierung mittels EEG (Elektroenzephalografie) abgeleitet. Danach, musste anhand einer 9-stufigen die subjektive Einschätzung bezüglich der drei Bilderkategorien abgegeben werden. Über die drei Ableitpositionen Pz, Fz und Cz, zeigte sich eine geringere P300-Amplitude (300-500 ms) bei Ekel- und Neutralbildern als bei Angstbildern. Die Interaktion zwischen den affektiven Bildern und dem Placebo konnte lediglich über Fz und Cz nachgewiesen werden. Es kam es zu einer erhöhten P300-Amplitude beim Betrachten von Ekelbildern, wenn das Placebo eingenommen wurde. In Bezug auf die Bewertung der affektiven Qualitäten der Bilder zeigte sich wie erwartet, ein geringeres Ekelempfinden beim Betrachten von Ekelbildern, bei Einnahme des Ekel-Placebo. Des Weiteren wurden die Ekelbilder weitaus angenehmer (Valenz) sowie weniger erregend (Arousal) bewertet, wenn das Placebo verabreicht wurde. Die subjektive Wirksamkeit des Placebos konnte ebenfalls erfolgreich nachgewiesen werden. Diese Arbeit soll ein erster Schritt sein, um einen besseren Einblick in die dysfunktionalen Ekelregulationsstrategien bei hochekelempfindlichen Mädchen zwischen acht und 13 Jahren zu gewinnen. Das Ekelempfinden, ausgelöst durch ekelerregende Bilder, soll durch die Einnahme eines Ekel-Präparats implizit die Regulation des Ekels der Mädchen beeinflussen, um so zukünftige Therapiemöglichkeiten für hochekelempfindliche Kinder aufstellen zu können.

Abstract (English)

Whether a placebo treatment can modulate disgust feelings has been investigated in adults. This effect in children, however, needs further research. The aim of the present study was to investigate whether disgust placebo can modulate electro cortical activity and disgust feelings of girls between eight and 13 years. Methods: 28 disgust-prone girls underwent a retest design where three types of pictures (disgust, fear, neutral) where presented individually on a screen once with and once without the disgust placebo. Meanwhile electro cortical activity (ERP data) was measured with an electroencephalogram (EEG). After picture presentation all girls rated these images along a 9-point Likert scale. Results: Disgust and neutral pictures led to a lower P300 component than did fear-eliciting pictures. The interaction between the disgust pictures and the disgust placebo showed a greater P300 component via Fz and Cz recording sites with the placebo. The ratings showed that the disgust placebo led to less intense disgust feelings, reduced arousal, and a higher valence compared to ratings of the disgust pictures. Conclusions: These findings show that a disgust placebo can modulate specific disgust related states and electro cortical activity in girls. This suggests the value of further investigations for specific disgust regulation strategies in young girls.

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