Titelaufnahme

Titel
Bildungskarenz als berufliche Auszeit zur Weiterbildung : empirische Analyse von persönlichen und beruflichen Veränderungen / vorgelegt von Julia Margaretha Kocher
Verfasser/ VerfasserinKocher, Julia Margaretha
Begutachter / BegutachterinMikula, Regina
Erschienen2014
Umfang146 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Karenzurlaub / Weiterbildung
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69258 Persistent Identifier (URN)
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Bildungskarenz als berufliche Auszeit zur Weiterbildung [2.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Eine berufliche Auszeit zur Weiterbildung in Form einer Bildungskarenz kann zwischen zwei und zwölf Monaten in Anspruch genommen werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Bildungskarenz ausschlaggebend für Veränderungen und Lernprozesse im Leben des Menschen ist. Vor diesem Hintergrund ergeben sich folgende Fragestellungen: Weshalb entscheiden sich Menschen für eine Bildungskarenz? Wie nutzen Menschen eine Bildungskarenz, und was erleben sie? Welche Veränderungen passieren bei Menschen aufgrund einer Bildungskarenz? Was haben sie für sich gelernt? Diese Fragen werden anhand von sechs leitfadengestützten Interviews mit Personen, die jeweils ein Jahr in Bildungskarenz waren, beantwortet. Bildungskarenz ist ein Modell, welches in Zeiten gesellschaftlichen Wandels entstanden ist. Dieser bildet den theoretischen Ausgangspunkt dieser Arbeit. Die Leitbegriffe Globalisierung, Differenzierung, Individualisierung, Pluralisierung und Flexibilisierung werden beschrieben. Darauf aufbauend werden Trends in der Arbeitswelt im Spannungsfeld gesellschaftlichen Wandels beleuchtet. Immer häufiger ist die Rede von einer Wissensgesellschaft. "Employability" und "Work-Life-Balance" sind typische Phänomene unserer Zeit. Schließlich bringt die Arbeitswelt auch psychosoziale Herausforderungen mit sich: Stichwort Burn-out. Eine sich verändernde Arbeitswelt wirkt sich auf die Bildungswelt aus. Die Begriffe Bildung, Erwachsenenbildung/Weiterbildung und Lernen, besonders das informelle Lernen, werden bestimmt. Danach werden Bereiche der Bildungswelt, die ebenfalls in Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel gebracht werden können, thematisiert. Dazu zählen der Weiterbildungsmarkt, sprich: die Ökonomisierung der Bildung, ein Kompetenzdiskurs sowie das lebenslange Lernen. Das Modell der Bildungskarenz in Österreich und andere Modelle für eine berufliche Auszeit, wie das Sabbatical, die Bildungsteilzeit und die Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgelts, werden skizziert.

Zusammenfassung (Englisch)

An occupational time-out for further training in the form of "Bildungskarenz" can be used between two and twelve months. It is assumed that this leave is determinative for changes and learning processes in a person?s life. Against this background, there are the following questions: Why do people decide for a "Bildungskarenz"? How do they use that time and what do they experience? Which changes occur due to such a leave? What do they learn during that time? These questions are answered with the help of six guided interviews with people who have taken such a year of time-out. The fact that "Bildungskarenz" is a model that has come into existence in times of societal alterations is the theoretical starting point of this thesis. The central concepts of globalisation, differentiation, individualisation, pluralisation and flexibilisation are described based on the trends in the work world due to societal change. The term information society is used increasingly. "Employability" and "work-life balance" are typical phenomena of our time. Hence, work world also brings along psychosocial challenges, e.g. burnout. A changing work world affects the education sector. The terms education and adult education/further education, especially the informal learning, are determined before the diverse fields of the education sector that can also be associated with the societal change are addressed. Such fields are the market for further education, i.e. the economisation of education, a competence discourse and other models for an occupational time-out like sabbatical, part-time during leave for further training and the unpaid leave of absence that will also be drafted.