Titelaufnahme

Titel
Irony as a saving grace : the constructive potential of ironic metareference in Ian McEwan's Atonement / vorgelegt von Katharina Stöttinger
Verfasser/ VerfasserinStöttinger, Katharina
Begutachter / BegutachterinWolf, Werner
Erschienen2014
Umfang99 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterMcEwan, Ian <Atonement> / McEwan, Ian <Atonement> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69249 Persistent Identifier (URN)
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Irony as a saving grace [0.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit untersucht die Frage, ob die Anwendung konstruktiver Ironie im Umgang mit Konzepten und Konventionen, deren unhinterfrage Präsentation sonst als problematisch empfunden würde, eine valide Strategie angesichts wiederbelebenswerter Traditionen darstellt. Ziel der Arbeit ist der Beweis, dass ironische Metareferenz auf eine Weise eingesetzt werden kann, die ihr Objekt nicht entwertet, selbst wenn es sich dabei um einen Aspekt der Fiktionalität handelt, wie etwa die Immersion in eine ästhetische Illusion oder die emotionale Investition in eine fiktive Figur. Ian McEwan's Atonement dient als Fallstudie zur Untersuchung dieser Hypothese. Als Hybrid-Erzählung, die realistische, modernistische und postmodernistische Elemente vereint, bietet Atonement nicht nur viele Bespiele für ironische Metareferenz, sondern auch ein geignetes Vorzeigeobjekt für die traditionellen Reize des Narrativs im Hinblick auf ästhetische Illusion, Immersion und emotionale Investition. Der Roman eignet sich daher gut zur Untersuchung der Frage, wie konstruktive Ironie auf eine Weise eingesetzt werden kann, die das Erzählen wiederbelebt, ohne die Skepsis der Postmoderne zu opfern. Zu diesem Zweck werde ich ironische Metareferenzen identifizieren, auf Elemente im Text hinweisen, die ein Bewusstsein für ein gewissen Erzähltraditionen feindlich gesinntes kulturelles Klima nahe legen, und nach Solidaritätssignalen suchen, die darauf hindeuten, dass diese Traditionen letztlich doch mit dem implizierten Weltbild harmonieren. So beschwört Atonement die traditionelle Macht der Erzählung im Hinblick auf ästhetische Illusion und Empathie, während gleichzeitig alle Anschuldigung eines Missbrauchs dieser Macht durch konstruktive Ironie entkräftet werden. Da Ironie- und Solidaritätssignale im Gleichgewicht gehalten werden, provoziert Atonement sowohl die nötige intellektuelle Distanzierung, um das Narrativ zu hinterfragen, als auch die nötige Immersion, um dennoch vom Geschehen berührt zu werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines the question whether the use of constructive (protective) irony for engaging with concepts and conventions that might be considered problematic if presented without reservation should be considered a valid strategy in the face of traditions worth reviving. The aim is to demonstrate that ironic metareference can be employed in a manner that does not invalidate its object, even if this object is some element of fictionality, such as the immersion in an aesthetic illusion or emotional investment in a fictional character. Ian McEwan?s Atonement will be used as a case study to examine and illustrate this hypothesis. As a hybrid narrative combining realist, modernist and postmodernnist elements, Atonement does not only provide many instances of ironic metareference, but also a great showcase for the more traditional appeals of narratives with regard to aesthetic illusion, immersion, and emotional connection. It is therefore well suited for analyzing how constructive irony can be employed as a way to accomplish a revival of narrativity without sacrificing the epistemological scepticism of postmodernism. For this purpose I will identify ironic metareferences, point out elements of the text that suggest an awareness of a hostile cultural climate for certain narrative traditions and then look for solidarity markers that hint at these tradtions being in line with the implied worldview after all, showing how Atonement succeeds at invoking the traditional powers of narratives with regard to creating empathy and aesthetic illusion, while countering accusations of abuse by pre-emptive self-criticism through constructive irony. By keeping irony and solidarity markers in balance, Atonement encourages both the intellectual detachment required to question a narrative as well as the emotional immersion required to be moved by it.