Titelaufnahme

Titel
"undoubtedly a violent woman at all times"? : the portrayal of Mary Stuart in the historical writings of David Hume and William Robertson / vorgelegt von Anita-Maria Lämmerer
Verfasser/ VerfasserinLämmerer, Anita-Maria
Begutachter / BegutachterinHaug-Moritz, Gabriele
Erschienen2014
Umfang135 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Maria <Schottland, Königin, 1542-1587> / Rezeption / Hume, David / Robertson, William / Maria <Schottland, Königin, 1542-1587> / Rezeption / Hume, David / Robertson, William / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-69108 Persistent Identifier (URN)
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"undoubtedly a violent woman at all times"? [2.28 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Maria Stuarts tragisches Leben wurde in zahlreichen Publikationen aufgearbeitet und inspirierte unterschiedlichste Darstellungen in der populärkulturellen Wahrnehmung. Wenige Studien haben bisher den damit verbundenen Mythos in Hinblick auf die Aufarbeitung und Repräsentation im kollektiven Gedächtnis Schottlands untersucht.Die vorliegende Diplomarbeit strebt danach, ein besseres Verständnis vom Umschwung der Wahrnehmung der ins Exil geflohenen Königin zur nationalen Ikone zu schaffen, indem die Aufarbeitung in der schottischen Geschichtsschreibung des 18. Jahrhunderts, und somit der Einfluss der Vereinigung der Königreiche, untersucht wird. Diese Überlegungen bilden den Grundstein für die Analyse der Rezeption Maria Stuarts in David Humes mehrbändigen History of England und William Robertsons zweibändiger History of Scotland. Die Analyse besteht aus zwei Teilen; zum einen wird die Entstehung der Werke in Hinblick auf die Ideologie der Autoren und den historischen Hintergrund analysiert. Zum anderen wird die Wahrnehmung der schottischen Königin anhand einer textuellen Analyse sowie eines Abgleichs mit historischen Daten erforscht. Letztgenannter Ansatz bedient sich der Aspekte Schuld, Religion, Geschlecht und Thronansprüche, sowie der daraus resultierenden Darstellung Marias als Mörderin, Verschwörerin, Märtyrerin, Opfer oder inkompetente Königin. Diese populärgeschichtlich etablierten Bilder werden sodann mit den fassbaren wissenschaftlichen Fakten kontrastiert.Der Niederschlag dieser Darstellungen des 18. Jahrhunderts auf moderne Mythen wird beschließend dargelegt. Denn, obgleich Hume wie Robertson von der Schuld Marias an der Ermordung des König und ihrer Verstrickung in die Babington Verschwörung überzeugt waren, so gelingt es ihnen doch, Maria ? über den Umweg des Opfermythos ? zu einer Sympathieträgerin der schottischen Geschichte zu stilisieren. Diese Darstellung einer tragischen Heldin dominiert bis heute die verbreitete Wahrnehmung Maria Stuarts.

Zusammenfassung (Englisch)

Mary Stuart?s tragic life has been subject to many scientific publications and various interpretations in popular culture. Few studies have retrospectively examined the development of the related myths around the Scottish queen with reference to her rehabilitation in the Scottish collective memory. The present thesis seeks to provide a deeper understanding of this transition from an exiled monarch to a national icon by examining the reception of the queen in the Scottish historiography following the union with the former antagonist nation, England. These considerations underline an investigation of Mary Stuart?s portrayal in David Hume?s famous multivolume History of England (1754-1761) and William Robertson?s popular History of Scotland (1759). The analysis is thus composed of two parts: a historical context analysis of the authors? biography, ideology and historical background, as well as a textual analysis of their corresponding publications. The latter draws on the aspects of guilt, religion, gender, and succession claims and their resulting framing of Mary as a murderer, martyr, victim, conspirator, and weak sovereign. This will then be set in contrast with the hitherto scientifically established facts. The impact of this 18th century depiction on the modern myths is presented in the conclusion. Despite being convinced of the queen?s guilt in the murder of King Henry and her involvement in the Babington Conspiracy against Queen Elisabeth, both scholars succeed in establishing Mary Stuart as likeable historical figure through her victimization. This portrayal of Mary Stuart as a tragic hero is still popular today.