Titelaufnahme

Titel
Die deutsche "Jägersprache" aus variationslinguistischer und soziopragmatischer Sicht / vorgelegt von Michael Karlheinz Wagner
Verfasser/ VerfasserinWagner, Michael Karlheinz
Begutachter / BegutachterinGlauninger Manfred
Erschienen2014
Umfang95 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Deutsch / Jägersprache / Sprachanalyse / Deutsch / Jägersprache / Sprachanalyse / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68829 Persistent Identifier (URN)
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Die deutsche "Jägersprache" aus variationslinguistischer und soziopragmatischer Sicht [1.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die deutsche "Jägersprache" aus variationslinguistischer und soziopragmatischer SichtDiese Diplomarbeit thematisiert die deutsche "Jägersprache" aus der Perspektive der Sozio- (bzw. Variations-) und Pragmalinguistik. Ziel ist es, die Weidmannssprache, die sich im Wesentlichen auf lexikalischer Ebene konstituiert, ins deutsche Varietätengefüge einzuordnen und deren Funktionen zu beleuchten. Auf Basis einer empirischen Erhebung werden Einstellungen hinsichtlich der Jägersprache analysiert sowie ein soziales Profil der Jagenden erstellt. Auch Umfang und Bildung jägersprachlichen Wortmaterials werden thematisiert.Die Ursprünge jägersprachlicher Lexik ? insbesondere jene jagdlicher Fachtermini ? reichen bis ins erste Jahrtausend nach Christus zurück. Man nimmt an, dass sich erste Formen jagdlicher Standessprache innerhalb einer Gruppe von Berufsjägern, die im Dienste adeliger Herrscher standen, bildeten. Jener Berufsstand bediente sich der Jägersprache, um seinen Status zu verdeutlichen bzw. um Laien bewusst von der gruppeninternen Kommunikation auszuschließen. Die deutsche Jägersprache des 21. Jahrhunderts ist als ,temporärer Soziolekt? der Gruppe der Jagenden zu klassifizieren, dessen Wortmaterial sich überwiegend aus fach- und standessprachlichen Termini zusammensetzt. Die Auswertung des empirischen Datenmaterials ergab, dass die Weidmannssprache dazu dient, sich in Fachbereichen der Jagd adäquat auszudrücken. Auch ihrer soziosymbolischen Funktion als Ausdruck von Standeszugehörigkeit des Einzelnen bzw. als gruppenkonstituierendes Element scheint eine große Bedeutung zuzukommen. Die Gruppe der "Jägersprache" Sprechenden ist besonders heterogen. So finden sich in der Stichprobe der durchgeführten Erhebung Jagende unterschiedlichster Berufs- und Altersgruppen. Ferner scheint sich die Jägerschaft ? und somit die Trägergruppe jägersprachlichen Wortmaterials ? aus immer mehr Hobby-bzw. Freizeitjägern zusammenzusetzen.

Zusammenfassung (Englisch)

"German hunting terms" from a variational linguistic and sociopragmatic point of viewThe aim of this diploma thesis is to analyse "German hunting terms" from a sociolinguistic and pragma-linguistic point of view. The thesis classifies hunting terms as a German variety of speech that can be regarded as a lexical phenomenon. On the basis of an empirical survey, attitudes towards German hunting terminology will be analysed. Additionally, the range of German hunting terms as well as word formation processes will be thematised. The origins of German hunting terms ? especially those of functional terminology ? can be traced back to the first millennium after Christ. It is assumed that first forms of social hunting terminology were used among a group of professional hunters, who were in service of the ruling classes. They primarily employed these terms to demonstrate their membership to a particular social group. Furthermore, these first forms of professional hunters intended to exclude laymen from subject-specific discourse by using specific terminology. In this thesis "German hunting terms" or the "German hunter?s jargon" of the 21st century is/are defined as a ?temporary sociolect?, which primarily consists of functional and social terms. After analysing and interpreting the empirical data, German hunting terms seem to enable speakers to successfully communicate in specialist fields. Furthermore, they allow the hunters to express affiliation to a particular social group. The group which makes use of hunting terminology appears to be rather heterogeneous. Hunters from various educational and job-related backgrounds participated in the survey.