Titelaufnahme

Titel
Leib und Bewegung : philosophische Voraussetzungen der Feldenkraismethode / vorgelegt von Ute Eichelter
Verfasser/ VerfasserinEichelter, Ute
Begutachter / BegutachterinList, Elisabeth
Erschienen2014
Umfang139 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Feldenkrais-Methode / Philosophie / Feldenkrais-Methode / Philosophie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68742 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Leib und Bewegung. Philosophische Voraussetzungen der Feldenkraismethode Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage nach den Mechanismen menschlichen Lernens und Verlernens von Verhalten. Besonderes Augenmerk wird auf die Rolle des Körpers in diesem Prozeß gelegt. Ich gehe von der These aus, die unter anderen auch M.Feldenkrais vertritt, dass alles Lernen ein körperlicher Vorgang ist. Weiters gehe ich auf die philosophische Unterscheidung von Körper und Leib ein. Der Leibbegriff beinhaltet immer auch das Selbst während der Körper als naturwissenschaftliches Konstrukt vom Selbst losgelöst ist. Die Feldenkraismethode ist eine Methode die mit dem lebendigen Körper arbeitet. Sie stützt sich auf anatomische Kenntnisse des Körpers bezieht aber wesentlich das eigenleibliche Spüren mit ein. Weiters wird Bourdieus Inkorpoationstheorie herangezogen um die Beteiligung des Körpers im Erlenen und Reproduzieren von unbewussten Verhaltensweisen in einem sozialen Kontext aufzuzeigen, welche eine herausragende Rolle in der Produktion und Reproduktion von Machtverhälnissen spielen. Bourdieu spricht den inkorporierten Verhaltensweisen (Habitus) in geringem Maß die Möglichkeit zur Veränderung zu. Dazu muss man sich in eine Metaposition begeben und sich so ihrer bewusst werden. An diesem Punkt kommt die Feldenkraismethode ins Spiel, die sich mit dem Bewusstwerden von Verhaltensweisen und deren Verändern durch Bewegung beschäftigt. Feldenkrais? Ziel ist es, durch Bewegung die Sinnesempfindungen, Gefühle und Denken zu verändern und zu entwickeln. Bewegungslernen sieht Feldenkrais als die einfachste Form der Verhaltensänderung. Feldenkrais geht von der These aus, dass das menschliche Gehirn zeitlebens lernfähig und veränderbar ist. Die vorliegende Arbeit beschreibt die Feldenkraisnmethode, verknüpft sie mit modernen Erkenntnissen aus der Neurobiologie und arbeitet so auch die Bedeutung der Somatik für die Philosophie heraus.

Zusammenfassung (Englisch)

Body and Motion. Philosophical Implications of the Feldenkrais MethodThe text at hand is concerned with the mechanisms of human learning and unlearning of behavior. I focus on the part of the body in this context. I assume as M. Feldenkrais does, that every learning is a process of the body. Furthermore I use Bourdieus Inkorporationatheory to illustrate the part of the body in the process of learning and reproducing of unconscious behavior in a social context. Bourdieu concedes a small possibility of change to the inkorporated behavior ( habitus). For that purpose you have to put yourself into a metaposition and become aware of this unconscious behavior.At this point I adduce the Feldenkraismethod wich deals with getting aware and changing behavior through conscious movement of the body. Feldenkrais assumes that the human brain is livelong adaptive and alterable. The text at hand deals with the feldenkrais method and the latest perceptions of neurobiology. Furthermore it points out the relevance of somatic disciplines for philosophy.