Titelaufnahme

Titel
Eine systemdynamische Simulation der Bestände und Flüsse von Kohlenstoff in Österreichs Wäldern / vorgelegt von Martin Schönberg
Verfasser/ VerfasserinSchönberg, Martin
Begutachter / BegutachterinWiniwarter Wilfried
Erschienen2014
Umfang107 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Wald / Kohlenstoffhaushalt / Österreich / Wald / Kohlenstoffhaushalt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68737 Persistent Identifier (URN)
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Eine systemdynamische Simulation der Bestände und Flüsse von Kohlenstoff in Österreichs Wäldern [1.56 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit der Diskussion um die (Nicht-)Einhaltung von Klimazielen ist der Wald wieder mehr in den Mittelpunkt wissenschaftlichen und öffentlichen Interesses gerückt. Ein in diesem Zusammenhang viel diskutierter Punkt ist, in welchem Ausmaß sich Umwelt- und Klimaeffekte auf das Waldwachstum und somit auch auf die Kohlenstoffsenke auswirken. Diese Arbeit liefert einen Beitrag zu dieser Diskussion, da ausgehend von einer systemdynamischen Nachzeichnung der Forstinventur die jährlichen Kohlenstoffflüsse auf zwei unterschiedliche Arten in einem Stock & Flow-Diagramm im Programm Vensim® ermittelt werden. Über deren Differenz, nämlich über die sog. Restsenke, wird auf den Anteil von Umwelt- und Klimaeffekten an der Kohlenstoffsenke geschlossen. Bei den beiden unterschiedlichen Ansätzen zur Bestimmung von Kohlenstoffflüssen handelt es sich um einen Inventur-basierten Ansatz und um das Kohlenstofffluss-Bookkeeping-Modell nach Houghton et al., wobei letzteres nur LULUCF- (Land Use, Land-Use Change and Forestry) Effekte abbildet, und ein Inventur-basierter Ansatz hingegen alle Einflüsse reflektiert. Eine systemdynamische Nachzeichnung der Forstinventur demonstriert die kontinuierliche Zunahme der Waldfläche, der Bestandsdichte und auch des Holzeinschlags in Österreichs Wäldern in der Periode von 1961 bis 2010. Außerdem zeigen Simulationsergebnisse, dass der Anteil der Restkohlenstoffsenke durchschnittlich 4,07 TgC/Jahr bzw. 1,8 TgC/Jahr beträgt - je nachdem, ob ein konstanter oder dynamischer Standing Crop zur Erntezeit angenommen wird. Somit wird durch die Berücksichtigung dynamischer Kohlenstoffdichten ein kleinerer Teil der Restsenke Umwelt- und Klimaeffekten zugeschrieben. Auf Grund dieser Ergebnisse kann für zukünftige Ansätze eine Dynamisierung von statischen Wachstumsmodellen befürwortet werden, da so der Problematik der Annahme eines konstanten Standing Crops zur Erntezeit begegnet wird.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the (non-) compliance of climate objectives is widely discussed, more attention has been shifted towards the multiple functions of forests. In this context, one of the highly-debated topics is the extent to which environmental and climate effects contribute to forest growth and thus also to the carbon sink. This work adds a crucial part to this discussion by implementing Austrian forest inventory data, and two different approaches for the estimation of the annual carbon fluxes into a stock & flow diagram, realised in the program Vensim®. The so-called residual sink and simultaneously environmental- and climate effects are being determined by calculating the difference of the carbon fluxes. The first approach for the determination of carbon fluxes is an inventory-based one, the second approach is the carbon flux-bookkeeping model of Houghton et al.. The latter reflects only LULUCF- (Land Use, Land-Use Change and Forestry) effects, whereas the inventory-based model includes all types of influences. Model simulations demonstrate the continuous increase in the forest area, in the biomass density, and also in the logging rates of the Austrian forests in the period between 1961 and 2010. Further results show that the residual carbon sink in the Austrian forests amounts on average to 4,07 TgC/year and to 1,8 TgC/year. The size of the residual sink depends on the type of simulation, whether a constant or a dynamic standing crop at harvest time has been assumed. When considering dynamic carbon densities, a smaller part of the residual sink is attributed to environmental and climate effects. A dynamization of static (biomass growth-) models is highly recommended for future approaches, especially to overcome various problems resulting from the assumption of a constant standing crop at harvest time.