Titelaufnahme

Titel
Reframing und Ideologie in der Presseübersetzung : eine kritische Diskursanalyse anhand einer Fallstudie zu Übersetzungen der Plattform Presseurop / vorgelegt von Sabrina Kozina
Verfasser/ VerfasserinKozina, Sabrina
Begutachter / BegutachterinMonzó-Nebot, Esther
Erschienen2014
Umfang156 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Text teilw. dt., teilw. engl., teilw. span.
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheMehrsprachig
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Spanien / Wirtschaftskrise / Presse / Berichterstattung / Übersetzung / Reframing / Ideologie / Spanien / Wirtschaftskrise / Presse / Berichterstattung / Übersetzung / Reframing / Ideologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68652 Persistent Identifier (URN)
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Reframing und Ideologie in der Presseübersetzung [1.98 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Mittelpunkt dieser Masterarbeit steht die Frage, welchen Einfluss Reframing und Ideologien in der Presseübersetzung haben können. Anhand einer Fallstudie zu übersetzten Artikeln der Nachrichten-Plattform Presseurop zur Wirtschaftskrise in Spanien wird der Hypothese nachgegangen, dass institutionelle Gegebenheiten, Machtverhältnisse und Framing zu Verschiebungen von Ausgangs- zu Zieltexten und einer Verlagerung des ideologischen Schwerpunkts führen. Da Presseurop von der Europäischen Union (EU) gefördert wurde, wird auch überprüft, ob Verschiebungen im Einklang mit Interessen der EU stehen. Dazu wird mittels Daten aus einem Parallelcorpus aus deutschen Übersetzungen von Presseurop und deren spanischen Originalen eine Kritische Diskursanalyse (CDA) durchgeführt.Vor dem Hintergrund der heutigen Praxis der Nachrichtenproduktion wird in Zusammenhang mit Informationsselektion und Verzerrung die Rolle des Framings erläutert. In diesem institutionellen Rahmen werden Übersetzungsstrategien und -normen vorgestellt. Presseübersetzung wird als Prozess und Ergebnis von Reframing verstanden, das mit Verschiebungen auf mehreren Ebenen einhergeht.Zur kontextuellen Einbettung der Resultate werden die CDA als Methodik und Presseurop genauer beleuchtet und ein Überblick zur Krise in Spanien gegeben. Nach Norman Faircloughs Modell zur Analyse von Mediendiskursen werden dann aus 13 Presseurop-Artikeln Textmerkmale quantifiziert, beschrieben und jenen der Originale kontrastiv gegenübergestellt, ehe die diskursive und soziale Praxis interpretiert und erklärt wird.Die Ergebnisse werden zusammenfassend diskutiert. Es zeigen sich zahlreiche Verschiebungen, wobei der diskursive Fokus zu einer nivellierenden, weniger kontroversiellen und "verkürzten" Darstellung der Realität verlagert wird. In den übersetzten Texten wird eine Tendenz zur stärkeren Betonung negativer Aspekte der Krise und einer schwächeren Positionierung der AkteurInnen in Spanien festgestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

This MA-thesis explores how reframing and ideologies can influence the translation of press articles. Translations published on the news platform Presseurop covering the economic crisis in Spain are taken as a case study. The hypothesis underlying the study is that institutional settings, power relations and framing lead to shifts from source to target texts, involving changes of the ideological focus. Given that Presseurop was financed by the European Union, a shift in favour of "European interests" is investigated. To prove the hypothesis, a Critical Discourse Analysis (CDA) is conducted using data from a parallel corpus consisting of German Presseurop translations and their respective originals in Spanish.Reviewing the contemporary practice of news production, information selection and bias are addressed and the contribution of framing is highlighted. Connections are established between the institutional background and strategies and norms to be found in translations. Press translation is seen as a process and result of reframing, tied to shifts at various levels.In order to offer an adequate context for results, CDA methodology is introduced and Presseurop is closely examined. Apart, an overview of the crisis in Spain is provided. Then, following Norman Fairclough?s model for the analysis of media discourses, a sample of 13 Presseurop articles is examined to quantify and describe textual features, identify contrasts to the originals and offer interpretations and explanations of the discursive and social practice.Considering the contextual information given in the theoretical part, the results are discussed. Outcomes show numerous shifts, switching the discursive focus to a more leveled off, less controversial and "shortened" presentation of reality. A trend is established whereby translations stress negative aspects of the crisis in Spain and Spanish actors are positioned as weaker than they appear in the original texts.