Titelaufnahme

Titel
Marcella und Proba : zwei Römerinnen im Spannungsfeld zwischen antiker Bildungstradition und christlicher Erziehung / eingereicht von Petra Romunka
Verfasser/ VerfasserinRomunka, Petra
Begutachter / BegutachterinFelber, Anneliese
Erschienen2014
Umfang105 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Christliche Erziehung / Schule / Geschichte 350-400 / Christliche Erziehung / Schule / Geschichte 350-400 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68519 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Marcella und Proba [3.43 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit setzt sich einerseits mit der Thematik der Bildung/Erziehung in der Spätantike auseinander, andererseits werden zwei weibliche Persönlichkeiten des Christentums hervorgehoben, die aus der gehobenen Oberschicht stammten und von denen Hinterlassenschaften in Form von Schriften erhalten sind. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf antike Bildungs- und Erziehungstraditionen, sowie auf die Christianisierung der römischen Aristokratie in der zweiten Hälfte des 4. Jhs. und inwieweit Frauen der gesellschaftlichen Oberschicht Einfluss auf ihre Umgebung hatten. Des Weiteren wird erarbeitet, ob die Meinungen der Frauen im patriarchalen System der Antike an Wertigkeit fanden und der umstrittene Begriff der Gleichberechtigung im täglichen Leben dieser Frauen Eingang fand. Mit Hilfe einer hermeneutischen Herangehensweise durch ein ausführliches Literaturstudium wurden grundlegende Aspekte dieser Arbeit geklärt. Der erste Abschnitt gibt Aufschluss darüber, wie sich sowohl die römische als auch die griechische Vorstellung der Erziehung/Bildung entwickelte. Ebenfalls wird erläutert wie, zu den Anfängen des Christentums, die Begriffe Erziehung/Bildung zusammenhingen und definiert wurden. Darüber hinaus wird erhoben, inwieweit sich die christliche Bildung, die ein Leben lang andauerte, von der antiken Bildungstradition unterschied. Abschnitt zwei wird zwei christlichen Frauen gewidmet, die sich zu Lebzeiten durch ihr Engagement in Bezug auf die Klärung wichtiger, christlicher Inhalte auszeichneten: Es wird auf Proba, eine römische aristokratische Ehefrau und Marcella, eine wichtige römische Aristokratin, die die asketische Lebensform prägte, eingegangen, um auf die Pluralität der damaligen Lebensformen hinzuweisen. Aus den Ergebnissen der Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen antiker Bildungstradition und christlicher Erziehung kann entnommen werden, dass Frauen in dieser gesellschaftlichen Konstellation begrenzt Einfluss hatten.

Zusammenfassung (Englisch)

The present work should indicate the difference between religious, academic as well as familial and social education during the Late Antiquity. Based on written records, the influence of two females, from upper-class families, on the Christendom will be discussed in detail. The main focus is set on the traditional education as well as on the Christianization of the Roman aristocracy in the second half of the 4th century.A key aspect is to clarify the influence of socially well-situated women on their environment, as well as if these women were able to contribute with their opinions, especially when considering gender equality, in this patriarchal dominated era. With the help of a hermeneutic approach, based on a sophisticated literature research, elemental aspects are discussed and elucidated within this work.The first part of my thesis shows the different development of education within the Roman and Greek community. Additionally, it is explained how the terms religious, academic and social education were defined and interconnected within the beginning of the Christendom. Furthermore, the difference of a live-long Christian education will be compared to education in a traditional sense and described in detail.The second part is focusing on two Roman women who were honoured due to their activities of discussing Christian aspects and significant contributions during this era. One of those women, whose life will be discussed in more detail, is Proba, a married Roman aristocratic woman, and the second woman is Marcella, a Roman aristocrat who chooses to live in asceticism. Their doing and contribution will be brought in contrast, to indicate the plurality of the ancient living.This work will show, that according to the area of conflict between ancient education and Christian education, women were able to contribute however, despite their upper-class social situation, only in a minor extent.