Titelaufnahme

Titel
Rollenverständnis der Dolmetscherinnen für das Frauenservice Graz / vorgelegt von Christina Reisinger
Verfasser/ VerfasserinReisinger, Christina
Begutachter / Begutachterinvan Lawick Brozio, Heike
Erschienen2014
Umfang102 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kommunaldolmetschen / Einwanderin / Weiblicher Flüchtling / Dolmetscherin / Selbstbild / Kommunaldolmetschen / Einwanderin / Weiblicher Flüchtling / Dolmetscherin / Selbstbild / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68489 Persistent Identifier (URN)
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Rollenverständnis der Dolmetscherinnen für das Frauenservice Graz [0.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Rollenverständnis der Dolmetscherinnen für das Frauenservice Graz. Die Erwartungen der Auftraggeber/innen, die Klientel und das Arbeitsfeld nehmen Einfluss auf das Rollenverständnis der Dolmetscher/innen. Werden diese nicht konkretisiert, besteht Unsicherheit über die Aufgaben und die Rolle. Durch eine empirische Untersuchung soll folgende Hypothese überprüft werden: Das Rollenverständnis der Dolmetscherinnen wird klarer, wenn die Erwartungen und Anforderungen für eine bestimmte Klientel und Organisation definiert werden. Die Annahme, dass Normen der Organisation das Rollenverständnis beeinflussen, wird überprüft und Einblicke in das tatsächliche Aufgabenprofil der Dolmetscherinnen für das Frauenservice werden gewonnen. Es wird der Frage nach spezifischen Kennzeichen des Dolmetschens für Frauen nachgegangen. Die Basis dieser Arbeit bilden die Definitionen der sozialen Rolle, insbesondere die Rollentheorie von Erving Goffman, und die Erwartungen der Grazer NGOs an ihre Dolmetscherinnen, wie sie in einer Publikation aus dem Jahre 2003 dargestellt werden. Diese Erwartungen dienten als Grundlage der Kategorien der Leitfadeninterviews mit Organisationsvertreterinnen des Frauenservice Graz und dort tätigen Dolmetscherinnen. Die Datenanalyse zeigt, dass sich die Dolmetscherinnen meist der an sie gestellten Erwartungen bewusst sind, jedoch die genaue Rollenausführung vom Kontext abhängt. Das Geschlecht, die exakte inhaltliche Wiedergabe und Verschwiegenheit sind Voraussetzungen des Dolmetschens für das Frauenservice. Es konnten Kennzeichen des Dolmetschens für Frauen aufgezeigt werden: das non-verbale Verhalten wird verstärkt und es besteht ein Grundvertrauen zwischen den Frauen. Es wurde ein Faktor eruiert, der das Rollenverständnis und Aufgabenprofil der Dolmetscherinnen beeinflusst: das Leitbild der Organisation, das zugleich deren Normen darstellt. Somit konnte die Hypothese bestätigt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis examines the role perception of the interpreters at the Women?s Service Graz. The interpreter?s role is influenced by the clients? expectations and the work setting. As interpreters face challenges if there is uncertainty about the role expectations, this study is based on the following hypothesis: In order to create an understanding of the role of the interpreter, the clients? expectations and the workplace have to be clearly defined. It further aims to investigate whether the norms of an organization influence the role perception of the interpreters, unveil tasks and roles of the interpreters at the Women?s Service Graz and highlight possible characteristics of interpreting for female clients. This study is based on the definitions of the social role, in particular on Erving Goffman?s role theory and the expectations of NGOs in Graz of their interpreters, as they were presented in a 2003 publication. Qualitative data are drawn from semi-structured interviews with representatives of the Women?s Service Graz and their interpreters. The data analysis shows that interpreters are aware of the clients? expectations. These include the female gender of the interpreters, a precise reproduction of the given information and confidentiality. The actual role performance, however, largely depends on the context. The characteristics of interpreting for women are visible in an increased demand for non-verbal communication and trust between women. The principles of the organization are reflected in the role perception of the interpreter, which confirms the hypothesis.