Titelaufnahme

Titel
Kosteneffizienz oder Gerechtigkeit? : eine Analyse der Lastenverteilung in der Klima- und Energiepolitik / vorgelegt von Sandra Pointner
Verfasser/ VerfasserinPointner, Sandra
Begutachter / BegutachterinBednar-Friedl, Birgit
Erschienen2014
UmfangXV, 116 Bl. : Zsfassung (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Klimaschutz / Energiepolitik / Effizienz / Gerechtigkeit / Klimaschutz / Energiepolitik / Effizienz / Gerechtigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68435 Persistent Identifier (URN)
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Kosteneffizienz oder Gerechtigkeit? [3.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Szenarien über den fortschreitenden Klimawandel und die notwendigen Reduktionen von Emissionen, um die Auswirkungen auf das Weltklima einzudämmen, stehen im Zentrum der Klimapolitik. Der Klimawandel ist ein globales Problem und dessen Eindämmung ruft alle Länder zur Zusammenarbeit auf. Potenziale zur Minderung von Emissionen sind auf der ganzen Welt vorhanden, wenngleich auch Entwicklungsländer insbesondere im Bereich erneuerbarer Energieträger (EE) über Potenziale verfügen, die derzeit noch ungenutzt sind. Die wohl umstrittenste Frage ist, welche Ländergruppen die Lasten der Minderungsleistungen tragen soll. Am kosteneffizientesten wäre es, in Optionen mit den geringsten Grenzkosten zu investieren. Das würde auf Investitionen in den Entwicklungsländern hinweisen, denn dort sind die Grenzkosten in der Regel am geringsten. Aus Sicht der Gerechtigkeit kann aber beispielsweise das Gegenargument eingebracht werden, dass die Entwicklungsländer nicht die Verursacher des Klimawandels sind. Eine Verteilung nach dem Verursacherprinzip ist ein Zugang zu Verteilungsgerechtigkeit, ein anderes Prinzip beruht auf "ability to pay". In dieser Arbeit werden nach einer Einführung in die Gerechtigkeitsprinzipien, einige klima- und energiepolitische Instrumente, die geschaffen wurden, um Kooperation und Lastenteilung zu unterstützen, auf Effizienz und Gerechtigkeit untersucht. Die Untersuchungen ergeben, dass Marktmechanismen, wie der Clean Development Mechanismus (CDM), zur effizienten Erreichung der Reduktionsziele beitragen, diese aber in Punkto gerechter Lastenverteilung Nachteile aufweisen. Bei Fonds, die ausschließlich zur Hilfestellung bei Mitigation oder zur Forcierung von EE bereitgestellt werden, kann festgestellt werden, dass bei allen betrachteten Mechanismen eine Umverteilung von Industrie- zu Entwicklungsländern stattfindet, jedoch nicht bei allen auch ein Zusammenhang zur wirtschaftlichen Entwicklung besteht.

Zusammenfassung (Englisch)

Scenarios concerning the progressing climate change and necessary reduction of emissions, in order to reduce their impact are in the center of climate policies. Climate change is a global problem and its reduction calls upon countries for cooperation. Potentials for emission reductions do exist worldwide, but in particular developing countries offer currently unused potentials especially in the area of renewable energies (RE). The perhaps most debated issue concerns the question which group of countries should carry the load of mitigation efforts. With respect to cost efficiency it is best to invest in opportunities with lowest marginal costs. This would point to investments in developing countries as it is in these countries where the marginal costs are lowest. From the point of view of equity, arguments against such investments may rely on the fact that the developing countries are not (mainly) responsible for climate change. A distribution according to the polluter-pays principle would be an alternative approach to equity. Yet another approach would rely on the ability to pay. Upon an introduction to equity principles, this thesis highlights several climate and energy political instruments, which were introduced to support cooperation and burden sharing. These instruments will then be investigated with respect to their efficiency and equity. The analysis of this thesis shows that market-based mechanisms, like the Clean Development Mechanism (CDM), contribute to achieving the set reduction goals in a cost-efficient way. In view of a fair burden sharing, on the other hand, these mechanisms exhibit disadvantages. Further, one may state that funds, which are exclusively provided to help mitigation or empowerment of RE, and their associated mechanisms yield a re-distribution from developed to developing countries. But, not in all cases one observes a connection to economic development.