Titelaufnahme

Titel
Zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben : Determinanten des Work-Life Conflictsim europäischen Kontext / Petra Schlacher
Verfasser/ VerfasserinSchlacher, Petra
Begutachter / BegutachterinHaller, Max
Erschienen2014
UmfangIV, 114 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Work-Life-Balance / Work-Life-Balance / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68423 Persistent Identifier (URN)
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Zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben [1.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand und Thema dieser Arbeit ist es, unterschiedliche Einflussfaktoren der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Privatleben quantitativ zu untersuchen und verschiedene (Länder-)gruppen in Europa zu vergleichen. Als Datengrundlage dient der European Social Survey 2004. Dabei wurden die Daten von befragten Berufstätigen aus 23 europäischen Ländern herangezogen. Das Kernstück dieser Untersuchung ist die Durchführung einer Mehrebenenanalyse, eine Regressionsform, bei der für jedes Individuum der Kontexteinfluss berücksichtigt wird. Die herangezogen Erklärungsvariablen werden einerseits der Mikro- und anderseits der Makroebene zugeordnet. Es lässt sich zeigen, dass Beschäftigte in höheren Berufspositionen, wie Manager und ?Professionals?, ein stärkeres Spannungsverhältnis zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben wahrnehmen als Hilfsarbeiter oder Beschäftigte in einfachen Dienstleistungsberufen. Arbeitsbezogene Anforderungen stellen sich als besonders relevant im Zusammenhang mit dem wahrgenommenen ?Work-Life Conflict? heraus: eine hohe Arbeitsstundenanzahl, Stress am Arbeitsplatz, sowie Arbeit zu unsozialen Zeiten wie an Wochenenden, nachts oder kurzfristig Überstunden leisten zu müssen verstärken das Spannungsverhältnis zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben. Im Privatbereich ist vor allem die Qualität der Partnerbeziehung ein entscheidender Faktor: Häufige Uneinigkeiten mit dem/der PartnerIn gehen mit einem höheren ?Work-Life Conflict? einher. Auch Geschlechterdifferenzen lassen sich zeigen: Bei Frauen ist der wahrgenommene ?Work-Life Conflict? stärker ausgeprägt als bei Männern. Hinsichtlich der Ländergruppenunterschiede konnte der vermutete Zusammenhang, dass Befragte in Skandinavien - Länder mit ausgeprägten wohlfahrtsstaatlichen Einrichtungen - einen niedrigeren ?Work-Life Conflict? aufweisen, nicht nachgewiesen werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung deuten tendenziell in die entgegengesetzte Richtung.

Zusammenfassung (Englisch)

The main part of this thesis is a comparative quantitative analysis of the determinants of the Work-Life Conflict and to investigate different countries and country groups. The data is drawn from the European Social Survey 2004, where the survey cases of employed women and man from 23 European countries are used. The center piece of this analysis is a multilevel analysis, a form of regression where the context influence of the data is considered. The variables are divided in factors of the micro and the macro level. It can be shown that employees in higher occupational positions like managers and professionals perceive a higher Work-Life Conflict than unskilled and service workers. Work demands are very important aspects for the balance between work and private life: long working hours, work stress as well as work at unsocial hours like on weekends, at night or to have to work overtime at short notice result in a higher Work-Life Conflict. Regarding the private life especially the quality of partner relationship is a relevant aspect: frequent disagreement with the partner leads to a higher Work-Life Conflict. Also gender differences can be shown: Women perceive a higher Work-Life Conflict than men do. Regarding country group differences, the assumed effect, that in Scandinavian countries people perceive a lower Work-Life Conflict due to its comprehensive and strong welfare state, can not be shown. Instead the findings of this study even point towards the opposite direction.