Titelaufnahme

Titel
Förderung der erneuerbaren Energien und deren Einfluss auf den europäischen Großhandelsstrompreis / vorgelegt von: Peter Jernej
Weitere Titel
Promotion of renewable energies and their influence on European wholesale electricity prices
Verfasser/ VerfasserinJernej, Peter
Begutachter / BegutachterinPosch, Alfred
Erschienen2014
UmfangVIII, 79 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Klimaschutz / Erneuerbare Energien / Elektrizitätsmarkt / Europäische Union / Klimaschutz / Erneuerbare Energien / Elektrizitätsmarkt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-68404 Persistent Identifier (URN)
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Förderung der erneuerbaren Energien und deren Einfluss auf den europäischen Großhandelsstrompreis [3.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Liberalisierung der Stromwirtschaft sowie die politischen Instrumente zur Förderung der Erneuerbaren Energien führten die europäischen Strommärkte in einen fundamentalen Veränderungsprozess. In diesem Kontext wird immer wieder der Merit-Order-Effekt diskutiert. Grundsätzlich stellt die geförderte Erneuerbare Stromerzeugung, die mit Grenzkosten von bis zu null Euro/MWh vermarktet werden, eine Angebotserweiterung am freien Markt dar. In der theoretischen Betrachtung entsteht eine preisdämpfende Angebotsverschiebung. Die Theorie, dass die Preise an den Märkten infolge der geförderten Erneuerbaren Energien fallen, wird seit Jahren durch sinkende Großhandelspreise unterstrichen. Die Preisbildung wird aber von einer Vielzahl unterschiedlicher Parameter (Brennstoffmärkte, Kraftwerksstrukturen, Nachfrageentwicklungen etc.) beeinflusst, die in komplexen Wechselwirkungen miteinander stehen. Angesichts der komplexen Verknüpfungen einzelner Determinanten kann vorab keine triviale Kausalitätsbeziehung zwischen fallenden Strompreisen und der Förderung der Erneuerbaren Energien hergestellt werden. Die Bestimmung des Merit-Order-Effekts ist folglich eine große Herausforderung. Ein Blick auf die relevante Literatur lässt zwei Herangehensweisen erkennen. Der erste Ansatz ist die empirisch-statistische Betrachtung, bei der vorhandene Zeitreihen zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien analysiert werden. Die zweite Methode ist der Einsatz von Simulationsmodellen. Mit diesem Ansatz lässt sich ein komplexes System sowie die Funktionalität einzelner Paramater gut abbilden und eignet sich zur Bestimmung des Merit-Order-Effekts besser als die empirisch-statistische Methode. Das PowerACE-Simulationsmodell von Sensfuß et al. (2011) modelliert den Spotmarkt und das Simulationsmodell DIME von Fürsch et al. (2012) simuliert den Terminmarkt bis 2030. Die Ergebnisse der Simulationen bekräftigen den durch die Erneuerbaren Energien hervorgerufen Merit-Order-Effekt.

Zusammenfassung (Englisch)

The liberalization of the power industry and various policies to promote renewable energies led to a fundamental process of change in the European power markets. In this context the merit-order-effect is frequently discussed. Basically, the government-supported production of renewable power, which is marketed with marginal costs up to zero Euros per MWh, represents an expansion of energy supply on the market. In theory this leads to a price damping effect on the supply. The theory that prices fall as a result of subsidized renewable energies has been emphasized by falling wholesale prices for years. Nevertheless, pricing is influenced by a variety of different parameters (fuel markets, power plant structures, demand trends, renewable energies, foreign trade etc.). All parameters interact with each other in a complex correlation. Given the complex relation of the individual determinants there is no clear causal link between falling power prices and rising renewable energies. So it is very hard to identify and quantify the merit-order-effect. There have been established two different approaches to determine the merit-order-effect. The first method is an empirical-statistical approach that analyses existing time series of electricity generation with renewable energies. The second method is the use of simulation models. The advantage of this analyses method is that there is a possibility to model individual parameters of a complex system. Therefore this method is more suitable for mapping the current price development. This master thesis presents the PowerACE-model from Sensfuß et al. (2011) for the spot market and the simulation model DIME from Fürsch et al. (2012) for the long term market until 2030.

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