Titelaufnahme

Titel
Stalin und der Große Vaterländische Krieg im Film : eine Untersuchung ausgewählter russischer Spielfilme seit 1991 / vorgelegt von Maria Lichtenegger
Verfasser/ VerfasserinLichtenegger, Maria
Begutachter / BegutachterinHansen-Kokoruš, Renate
Erschienen2014
UmfangVII, 107, LII Bl. : Zsfassungen in dt. u. engl. Spr. [2 Bl.]. - Internetquellen [1 CD-ROM] ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Russland / Film / Krieg <Motiv> / Sieg <Motiv> / Geschichte 1994-2011 / Russland / Film / Krieg <Motiv> / Sieg <Motiv> / Geschichte 1994-2011 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-67921 Persistent Identifier (URN)
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Stalin und der Große Vaterländische Krieg im Film [7.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Maria LichteneggerStalin und der Große Vaterländische Krieg im Film. Eine Untersuchung ausgewählter russischer Spielfilme seit 1991.Die Idee zur Diplomarbeit lieferte die Erfahrung der Siegesfeierlichkeiten am "Den? Pobedy" in Sankt Petersburg, die alljährlich zum Anlass des Sieges Russlands über das faschistische Hitlerdeutschland 1945 begangen werden. Während der 8. Mai im Großteil Europas dem Gedenken an die zahlreichen Opfer dient, steht in Russland der patriotische Aspekt im Vordergrund. Die Diplomarbeit versucht nun herauszufinden, warum dieses Ereignisses so unterschiedlich gedacht wird. Da es im Rahmen der Arbeit unmöglich ist, alle Faktoren zu berücksichtigen, die Einfluss auf individuelles und kollektives Erinnern nehmen, konzentriert sie sich auf das Filmschaffen. Begründet wird dies damit, dass das Kino als eines der wichtigsten Medien nichts an politischer Wichtigkeit eingebüßt hat. Bis heute sorgt sich die politische Elite um die Entwicklung des vaterländischen Kinos.In der postsowjetischen, von der Zensur befreiten Zeit gibt es subtilere Methoden, auf die Verbreitung erwünschter Ideologien bzw. die Unterdrückung unerwünschter Gedanken Einfluss zu nehmen. Die Leinwand eignet sich hervorragend als Projektionsfläche für Mythen, Stereotype und Selbstbilder, die dort konstruiert, reaktiviert und angepasst werden können. Von dort aus erreichen sie ein breites Publikum. Bei den analysierten Filmen handelt es sich um Utomlennye solncem, Utomlennye solncem II: Predstojanie und Utomlennye solncem II: Citadel? von Nikita Michalkov, Pop von Vladimir Chotinenko, Svoi von Dmitrij Meschiev, Poslednij poezd von Aleksej German jr. und Polumgla von Artem Antonov. Die Arbeit zeigt, dass es stark vom Regisseur abhängt, welche Botschaften verbreitet werden und wie diese präsentiert werden. Die Sichtweisen reichen von der pazifistisch gefärbten Wahrnehmung des Krieges als sinnloses Morden beiderseits bis hin zur patriotischen Heroisierung der Siegernation.

Zusammenfassung (Englisch)

Maria LichteneggerStalin and the Great Patriotic War in movies. An analysis of selected Russian feature films since 1991.The idea for writing the diploma thesis is basing on the impressions of the ceremony of the "Den? Pobedy" in Saint Petersburg. In the occasion of celebrating the victory over the German troops the Russian citizens prepare for weeks. Whereas the 8th may in most parts of Europe is a good reason for commemorating the victims of the war, the most important aspect of this feast in Russia is celebrating the military strength and its new position as global power. The cognitive interest of the diploma thesis was to discover a reason, why there are different ways to commemorate this event. Despite the absence of censorship since the collapse of Soviet Union there are ways to influence distribution of ideologies or elimination of inconvenient messages. It?s impossible to consider all possible factors influencing the construction of personal and national identity. So this work concentrates on the cinema. The paper obtains the authorization for doing so from the special position of the cinema in political affairs. Even the Russian political elite is concerned with promoting "correct" messages in patriotic cinema.The analyzed movies are: Utomlennye solncem, Utomlennye solncem II: Predstojanie and Utomlennye solncem II: Citadel? shot by Nikita Michalkov, Pop by Vladimir Chotinenko, Svoi by Dmitrij Meschiev, Poslednij poezd by Aleksej German jr. and Polumgla by Artem Antonov. The outcome of the paper is clear: The messages provided are strongly dependent from the director of the movie. Some of them are having a patriotic position, presenting the Great Patriotic war as heroic event in Russian history. Others provide a pacifist sight on the war, showing the absurdity of Russians and Germans killing each other, making clear, that both sides are victims as well as perpetrators.