Titelaufnahme

Titel
Die "Verwortung" Gottes in der medialen Öffentlichkeit : eine Untersuchung der Rede über Gott in der Wochenzeitung "Die Zeit" / eingereicht von Thomas Klamminger
Verfasser/ VerfasserinKlamminger, Thomas
Begutachter / BegutachterinKörner, Bernhard
Erschienen2014
Umfang85 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND) Die Zeit <Zeitung, Hamburg, 1946-> / Berichterstattung / Gott / Die Zeit <Zeitung, Hamburg, 1946-> / Berichterstattung / Gott / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-67883 Persistent Identifier (URN)
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Die "Verwortung" Gottes in der medialen Öffentlichkeit [4.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Wie spricht man eigentlich außerhalb klassisch theologischer Orte, wie liturgischen Räumen oder theologischen Fakultäten öffentlich über Gott? Zur Beantwortung dieser Frage wird in dieser Arbeit exemplarisch die Gott-Rede in der Wochenzeitung "Die Zeit", insbesondere in den Beiträgen des Ressorts "Glauben & Zweifeln", sprachempirisch untersucht. Da in diesem Zusammenhang den beiden Begriffen ,Gott? und ,Sprache? zentrale Bedeutung zukommt, werden sie im ersten Teil der Arbeit genauer reflektiert. Zum einen erfolgt dies aus einer systematisch-theologischen Perspektive, die sich an Ausführungen des Münsteraner Fundamentaltheologen Jürgen Werbick orientiert. Zum anderen wird auf einige sprachtheoretische Fragestellungen eingegangen, die vor allem für die sprachempirische Studie grundlegend sind. Auf der Basis von fünf Analyse-Fragen werden die Beiträge des Ressorts "Glauben & Zweifeln" aus dem 1. Halbjahr 2013 untersucht. Der Fokus der Analyse richtet sich dabei besonders auf die in den Beiträgen mitschwingenden Gottesbilder, den mit Gott in Verbindung gebrachten Themenfeldern sowie auf die Sichtbarkeit des Glaubens an Gott. In der Ergebnissicherung kann festgehalten werden, dass Gott häufig bestimmte Funktionen zugeschrieben werden und dass Gott in vielen Sachzusammenhängen als Begründungsinstanz verwendet wird. Die in den Beiträgen gefundenen Gottesvorstellungen können durch die drei Kategorien ,personale Gottesbilder?, ,apersonale Gottesbilder? und ,Attribute und Handlungen Gottes? eingeordnet werden. Allgemein betrachtet, ist die Tendenz zu einem abstrakten, jedoch in Beziehung zu den Menschen stehenden, Gott erkennbar. Aus der Untersuchung der Beiträge zeigt sich außerdem, dass Gott oft mit profanen Themen in Verbindung gebracht, über einen explizit christlichen Gott kaum gesprochen sowie über den persönlichen Glauben an Gott nur sehr wenig preisgegeben wird.

Zusammenfassung (Englisch)

How do we actually talk about God outside of classical theological places (liturgy or theological faculties)? To answer this question, this master thesis investigates the God-talk in the weekly paper "Die Zeit" on a linguistic-empirically basis, particularly in the category "Faith & Doubt". In the first part of this thesis the two keywords ?God? and ?language? are examined in more detail. On the one hand this is done in a systematic-theological perspective based on explanations of the theologian Jürgen Werbick. On the other hand the focus is laid on some theoretical questions concerning language that seem useful for the following empirical study. Based on five questions the articles published in the category "Faith & Doubt" during the first half of 2013 are being analysed. The focus of the analysis is laid on the images used for God, the different topics which are associated with God, and the visibility of faith in God. As a result it can be stated that different functions are attributed to God. In different contexts God is used as an instance for justification and explanation. The concept of God as it is used in the articles can be classified into three categories: ?personal images of God?, ?impersonal images of God? and ?attributes and actions of God?. In general there is a tendency to an abstract conception of God, who is nevertheless thought to be related with human beings. The conception of God is also linked to secular issues. Furthermore it is evident that people hardly ever talk about an explicitly Christian God and about their personal faith in God.