Titelaufnahme

Titel
Deutscher Liturgiegesang und katholische Gesangbücher in der Diözese (Graz-)Seckau : vom Instrument einer mittelalterlichen actuosa participatio populi bis zum Instrument der katholischen Profilierung im 17. Jahrhundert / Norbert Kreinz
Verfasser/ VerfasserinKreinz, Norbert
Begutachter / BegutachterinSohn-Kronthaler, Michaela
Erschienen2014
Umfang95 Bl. : Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Katholische Kirche / Diözese Graz-Seckau / Gesangbuch / Katholische Kirche / Diözese Graz-Seckau / Gesangbuch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-67837 Persistent Identifier (URN)
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Deutscher Liturgiegesang und katholische Gesangbücher in der Diözese (Graz-)Seckau [1.36 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit versucht darzustellen, wie katholische Gesangbücher in der jeweiligenhistorischen Situation in der Diözese (Graz-)Seckau als Instrumente eingesetzt wurden.Ausgangspunkt ist der deutsche Liturgiegesang der steirischen Klöster. Die liturgischenHandschriften, Breviaria, geben Auskunft, wie eine feiernde Gemeinde mit deutschen Liedern inder lateinischen Liturgie mitwirkte und diese als Instrument einer mittelalterlichen actuosaparticipatio populi benutzte. Humanismus, Reformation und vor- bzw. nebentridentinischekatholische Reform, wirken auf den mittelalterlichen Liederfundus und formen daraus dievorreformatorische, reformatorische und letztlich katholische Gesangbuchtradition. Es galt, dieEntstehung der jeweiligen Tradition nachzuzeichnen und ihre gegenseitige Beeinflussungdarzustellen. Die steirischen Gesangbücher der Diözese (Graz-)Seckau sind zwar Ergebnisse einerganz konkreten, lokalen, konfessionellen Situation, ihre Einordnung ist aber nur von derallgemeinen religionsgeschichtlichen Situation der deutschsprachigen Länder her möglich. So istdie Gesang Postill des Grazer Stadtpfarrers Andreas Gigler von 1569 als Instrument deskonfessionellen Ausgleiches nur verstehbar, wenn man die Grundlage und das Programm vonGeorg Witzel einbezieht, auf den sich die ersten Verfasser katholischer Gesangbücher beriefen. IhreGesangbücher sollten ein Mittel sein, die Anziehungskraft der protestantischen Gemeinden zubrechen. Katholische Reform und Gegenreformation im 17. Jahrhundert lassen das Gesangbuchzum Instrument der katholischen Profilierung werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The submitted work tries to represent, how catholic hymnbooks were instrumentaliesed in ahistorical consens, by the diocese (Graz-)Seckau. Starting point were german liturgical psalmsin styrian monastaries. Liturgical manuscripts, Breviaria, show us, how a celebratingcommunion took part of the latin liturgy, by singing german psalms and using them as aninstrument of medieval actuosa participatio populi. Humanism, reformatoric and pretridentineand tridentine katholic reform influence the medieval psalms, leading toprereformatoric, reformatoric catholic tradition of hymn-books. Reason was to show theformation of the respective tradition and the mutual interference. The Styrian hymnbooks ofthe diocese (Graz-) Seckau can be seen as a result of a local confessional situation, but is onlyunderstandable in context of religious history in german-speaking countries. The GesangPostill of Andreas Gigler, vicar of the city of Graz, 1569, is only understandable as aninstrument of confessional compensation in context of Georg Witzel's programm, on whichthe first catholic hymnbooks were based. These hymnbooks were ment to detract theattraction of protestant communions. Catholic reform and counter reformation of the17. century use the hymnbook as an instrument of katholic dominance.