Titelaufnahme

Titel
Relative Blutdruckveränderung (RBPC) während der Antizipation eines sozialen Stressors / Susanne Julia Klampfer
Verfasser/ VerfasserinKlampfer, Susanne Julia
Begutachter / BegutachterinPapousek, Ilona
Erschienen2014
Umfang177 Bl. : Zsfassung (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sozialer Stress / Blutdruckschwankung / Sozialer Stress / Blutdruckschwankung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-67744 Persistent Identifier (URN)
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Relative Blutdruckveränderung (RBPC) während der Antizipation eines sozialen Stressors [27.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wurden mögliche Einflüsse von stabilen Persönlichkeitsdispositionen (Einstellung zu Statistik, Statistik-Selbstkonzept, Passives Coping, Aktives Coping) auf physiologische und affektive Reaktionen bei der Bewältigung eines sozialen Stressors untersucht. Aus Blutdruckwerten wurde ein neues Maß (Relative Blood Pressure Change ? RBPC) zur Operationalisierung der relativen Veränderung des systolischen (SBP) und diastolischen (DBP) Blutdrucks abgeleitet. RBPC und Veränderungen von SBP und DBP, von affektiven Zuständen und der Hautleitfähigkeit (ns.SCRs und SCL) wurden hinsichtlich typischer Reaktionsmuster bei aktivem und passivem Bewältigungsverhalten analysiert. Die RBPC bei der Antizipation des Stressors wurde durch die Dispositionen zu aktivem und zu passivem Bewältigungsverhalten beeinflusst, steht vermutlich in engem Zusammenhang mit alpha-adrenerg und beta-adrenerg vermittelten kardiovaskulären Prozessen und liefert einen vielversprechenden neuen Ansatz für die Erforschung sympathischer Regulationsmechanismen. Im Einklang mit dem transaktionalen Stressmodell erwiesen sich die Statistik-Dispositionen anhand ihres Einflusses auf affektive Veränderungen als relevante Antezedenzien des Stressprozesss. Statistik-Selbstkonzept mediierte teilweise den Einfluss der Disposition zu passivem Coping auf den Anstieg der Angst. Die Disposition zu aktivem Coping schien, unabhängig von Statistik-Selbstkonzept und Einstellung zu Statistik, ein protektiver Faktor für das Ansteigen der Angst zu sein und zudem die Recovery von Angst und DBP zu begünstigen. Einflüsse der Copingdispositionen auf die relative Blutdruckveränderung nach Beendigung des Stressors waren auf die Statistik-Dispositionen zurückzuführen. Je negativer Einstellung zu Statistik und je geringer das fachspezifische Selbstkonzept waren, desto verzögerter war die Recovery des DBPs in Relation zur Recovery des SBPs, was vermutlich auf kognitive Bewertungsprozesse zurückzuführen war.

Zusammenfassung (Englisch)

In this study the impact of personality dispositions (attitudes towards statistics, statistics self-concept, dispositional passive and active coping) on physiological and affective reactions to a social stressor has been investigated. A new parameter (Relative Blood Pressure Change ? RBPC) was calculated in order to operationalize relative changes of systolic (SBP) and diastolic (DBP) blood pressure. RBPC and changes in SBP, DBP, affective states and skin conductance (ns.SCRs, SCL) were analyzed with respect to typical response patterns within active and passive coping behavior. During stressor anticipation RBPC was influenced by dispositional active and passive coping styles. Therefore RBPC is likely to be a covariate of beta-adrenergic and alpha-adrenergic mediated cardiovascular processes and might provide new insights in sympathetic autonomic regulation. Due to the fact that statistics dispositions had impact on the affective state, they seemed to be relevant antecedents within the stress process, regarding the transactional stress model. Statistics self-concept partly mediated the impact of dispositional passive coping on the increase of anxiety. Active coping dispositions turned out to have protective influence on the increase of anxiety. Active coping dispositions also enhanced the recovery of DBP and anxiety. The impact of coping dispositions on RBPC during recovery from stress was mediated by statistics dispositions. With decreasing attitudes towards statistics and decreasing statistics self-concept, the recovery of DBP was more prolonged compared to recovery of SBP. This might have occurred due to cognitive appraisal.