Titelaufnahme

Titel
Fortschritt sozial-ökologisch gestalten : Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich mit Schwerpunkt österreichische Milcherzeugung / eingereicht von Barbara Gissing
Verfasser/ VerfasserinGissing, Barbara
Begutachter / BegutachterinNeuhold, Leopold
Erschienen2014
Umfang77 Bl. : CD-ROM: Interviews
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Landwirtschaft / Wirtschaftsethik / Landwirtschaft / Wirtschaftsethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-67610 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Geschichte der Menschheit und der Ernährung ist eng mit der Entstehung der Landwirtschaft verbunden. In den letzten Jahrzehnten ist es zu zahlreichen ernährungsbedingten Problemen gekommen, mit weltweiten negativen Auswirkungen in wirtschaftlichen und sozialen Bereichen sowie für die Umwelt. Die sinkenden Preise für Nahrung gehen mit einem Werteverlust einher. Die Ernährung erfüllt verschiedene Funktionen, und die Auswahl der Lebensmittel ist unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt. Dabei spielen aktuelle Trends wie biologische, oder regionale Lebensmittel eine wichtige Rolle. Die Ursachen für viele ernährungsbedingte Probleme werden im vorherrschenden ökonomischen System gesehen, und der Ruf nach Wirtschaftsethik wird laut. In der Arbeit werden Ansätze wie die Integrative Wirtschaftsethik oder die Gemeinwohl-Ökonomie angesprochen. Das Konzept der Nachhaltigkeit, das sich auf die drei Säulen, ökologisch, ökonomisch und sozial, bezieht, dient dabei als Grundlage. Um die Ressourcen, heute und zukünftig, zu schonen, fordern beispielsweise die Suffizienzpolitik und die Postwachstumsökonomie zu einem Umdenken im vorherrschenden Wirtschaftssystem auf. Nachhaltigkeit wird dabei gerade im Lebensmittelbereich zu einem wichtigen Schlagwort. Ein weiterer Aspekt ist die Ernährungssouveränität, mit dem Recht jedes Menschen auf ausreichende sowie gesunde Nahrung. Damit soll ungerechter Verteilung und Hungerkatastrophen entgegen gewirkt werden. Im empirischen Teil geht es um das Lebensmittel Milch. In Interviews werden Beispiele für Direktverarbeitung und ?vermarktung sowie für biologische Landwirtschaft vorgestellt. Durch Reflexion und die Bereitschaft zu Veränderung beim Konsum können von uns kleine, aber wichtige Schritte für eine nachhaltige Lebensweise gesetzt werden. Um Fortschritt, im Sinne der Nachhaltigkeit, sozial und ökologisch gestalten zu können, ist aber auch eine stärkere gesetzliche Regulierung erforderlich.

Zusammenfassung (Englisch)

Human history is inextricably linked to the history of nutrition and the development of agriculture. In recent decades though, numerous nutrition-related problems have emerged, which are having a negative global impact on economic and social systems as well as on the environment. Decreasing food prices seem to go hand in hand with a loss of values. Nutrition fulfils various functions, and the selection of food is influenced among other things by health and social considerations. Current trends such as organic or regional foods as well as convenience foods play an important role. The root of many nutrition-related problems can be found in the prevailing economic system, leading to urgent calls for business ethics. Therefore, this thesis alludes to various concepts, such as Integrative Economic Ethics and the Economy for the Common Good. The concept of sustainability, which draws on its three constituent parts; the environment, the economy and society, serves as the basis for change. In order to preserve resources a rethinking of our economic system is essential. The concepts of Eco-Sufficiency as well as a Post-growth Economy provide opportunities for implementation. In the food industry, in particular, sustainability has become a buzzword. An important aspect is so-called Food Sovereignty, meaning, the right of every person to adequate food. This aims to prevent unfair distribution of food and subsequent famines. The empirical part of the thesis focuses on milk and dairy products. It examines some examples of decentralised processing and direct marketing as well as organic farming. If we as individual consumers start to analyze and reflect on our own habits with regard to nutrition, and display a willingness to alter our consumer behaviour, a small but nonetheless significant step to a more sustainable lifestyle will have been taken. However, more stringent regulations will also be needed if we are to make progress in terms of social and ecological sustainability.