Titelaufnahme

Titel
Timau - Tischelwang - Tischlbong. Eine Sprachinsel im Umgang mit ihren Grenzen
Verfasser/ VerfasserinKoren, Maximilian
Begutachter / BegutachterinBinder Dieter-Anton
Erschienen2014
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprüft
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Tischelwang / Sprache / Geschichte / Tischelwang / Sprache / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-67505 Persistent Identifier (URN)
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Timau - Tischelwang - Tischlbong. Eine Sprachinsel im Umgang mit ihren Grenzen [1.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Südlich des Plöckenpasses liegt auf italienischem Staatsgebiet eine Ortschaft, die im Mittelalter vom österreichischen Kärnten aus besiedelt worden ist, und in der man drei Sprachen spricht. Die damalige mittelalterliche Sprache hat sich weitgehend bis heute erhalten, ist aber in ihrer Existenz deshalb bedroht, weil die Umgebungssprachen Italienisch und Friulanisch sehr stark auf sie wirken. Die Ortsbevölkerung will ihre Eigenart bewahren, und wird durch die bestehenden Gesetze sehr gut unterstützt. Der Ort heißt auf Italienisch Timau, auf DeutschTischelwang und in der eigenen Dorfsprache Tischlbong. In dieser Arbeit wird über die Herkunft der Tischelwanger berichtet und über ihr Schicksal, den Zeitpunkt und den Grund der Einwanderung. An der Via Iulia Augusta der Römerzeit gelegen, war der Ort immer stark befahren und als Handelsweg sehr wichtig. Der Bogen spannt sich von den Gefährdungen durch Kriege und Naturkatastrophen über die napoleonische Zeit bis zu den beiden Weltkriegen, bringt örtlich bedeutsame Berichte aus der damaligen Zeit, untersucht die Migrationsproblematik und wirft einen Blick auf die gegenwärtige wirtschaftliche und demographische Situation, um die Indikatoren für die zukünftige Entwicklung zu erkennen. In Timau gibt es einen rührigen Kulturverein, der eine sehr umfangreiche literarische Tätigkeit in der Ortssprache entfaltet, und von den örtlichen Instanzen vorbildlich unterstützt wird. Kinderbücher, spezielle Bücher für Erwachsene, und die Ortszeitung entstehen unter seiner Ägide. Es gibt auch finanzielle Förderungen, auf die sprachliche Minderheiten gesetzlichen Anspruch haben. Die Durchsetzung des Minderheitenschutzes und des Schutzes der Sprache ist völlig gelungen.

Zusammenfassung (Englisch)

Between the Italian and the Austrian border a passage over the Alps called "Plöcken Pass" was settled on today's Italian side by settlers from Carinthia, who have maintained their specific language from the Middle Ages to the present day. Although their specific language is threatened by the overwhelming usage of Italian and Friulian, most people today speak all three languages. The local population is trying to maintain their heritage, which is protected by today's laws. The settlement is called Timau in Italian, Tischelwang in German and in the village?s language Tischlbong. This thesis focuses on the origins of the Tischelwang population and researches the origin and reason for their settlement. The Via Iulia Augusta, as the road was called in ancient Roman times, was very important due to its passage over the Alps as well as a trade route. The researched time covers the threats of war, natural disasters, the Napoleonic time, both world wars, reports from different periods of history, and migrations, and also covers today's demographic and economic situationin order to find signs of future events. Timau has an active culture club, which focuses on a literature in the local language, and is well supported by the local authorities. Children?s books, special books for adults and a local newspaper are published. There is also financial support by law for the population because they are considered a linguistic minority. Successfully the language is now covered as a minority language and it is protected for this reason.