Titelaufnahme

Titel
Anerkennende Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit und ihre Bedeutung für die soziale Gerechtigkeit / eingereicht von Anna Riegler
Verfasser/ VerfasserinRiegler, Anna
Begutachter / BegutachterinMikula, Regina ; Egger, Rudolf
Erschienen2014
Umfang284 S. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Sozialarbeit / Beziehung / Sozialarbeit / Beziehung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-67098 Persistent Identifier (URN)
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Anerkennende Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit und ihre Bedeutung für die soziale Gerechtigkeit [2.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit geht es um die Bedeutung der anerkennenden Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit für die soziale Gerechtigkeit als eine befähigende Bedingung im Sinne von kommunikativen Chancen des Anschlusses für Einzelne an ein Gemeinwesen und einer Subjektentwicklung in Autonomie, um ein gelingendes Leben zu ermöglichen und damit ein Mehr an Gerechtigkeit im alltäglich gelebten Leben zu unterstützen. Das Subjekt wird dabei gleichzeitig als Produkt und als Produzent gesellschaftlicher Verhältnisse betrachtet. Anerkennung findet auf drei Ebenen statt, auf der Ebene der gleichen rechtlichen Anerkennung von BürgerInnen, die zur Selbstachtung führt, der Anerkennung der Leistung eines Subjektes für das Gemeinwesen, die zum Selbstwert führt und der Anerkennung in der Sphäre der Liebe in Beziehungen, die zum Selbstvertrauen führt. Diese Ebenen wirken wechselseitig verändernd aufeinander ein. Die anerkennende Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit ist gerichtet auf eine zunehmende wechselseitige Unabhängigkeit, indem bereits im Hilfeprozess vor allem Verantwortung geteilt wird, eine emotional zugewandte Haltung in statusgleicher Begegnung von Mensch zu Mensch angestrebt wird, ein Zutrauen und Zuerkennen von Fähigkeiten vorhanden ist, ein Zuhören, eine verständigungsorientierte und dialogische Kommunikation stattfindet. Eine Haltung der Normalisierung der Hilfsbedürftigkeit und eine Begegnung unter wenig formellen Bedingungen scheint eine solche anerkennende Beziehungsgestaltung eher zu ermöglichen, als eine Begegnung im Sinne eines hierarchischen, formellen und distanzierten Verhältnisses. Eine mangelnde Anerkennung im Recht äußert sich in der Beziehungsgestaltung sogar als mangelndes Glauben an die Aussagen der KlientInnen, es wird ihnen wenig zugetraut. Dies lässt diese KlientInnen weniger an deren Fähigkeiten glauben. Sie gehen in die Selbstabwertung. Daher kann gesagt werden, dass sie eine geringere Befähigung haben, ein gelingendes Leben zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation deals with the importance of appreciation and recognition in relationships in the social work profession for social justice. Amongst others appreciation ensures social justice. It means a capability for individuals to connect with a community as well as to enable autonomous subject development. This contributes to more justice in everyday life. The subject is viewed simultaneously as a product and as a producer of social relations. Recognition takes place on three levels: firstly, on the level of equal legal recognition of citizens, which causes self-esteem; second, on the level of appreciation in a subject?s achievement for the community, which causes self-worth; and finally appreciation in the sphere of love and solidarity in relationships causing self-confidence. These three levels influence and mutually change each other. Recognition in relationships in the social profession between social workers and clients aims at an increasing mutual independence by sharing responsibilities throughout the aid process. It further means a relationship where two individuals are turned to each other. Therefore they are creating equal status. Moreover, trust is built and reciprocal appreciation of skills is shown while a dialog, interested listening in the experiences and understanding is taking place. It seems that by accepting that every person is vulnerable, by normalizing the need for help and by offering an informal encounter in a non-hierarchical setting, professional appreciative relationships can be formed. The findings show too that if legal recognition is lacking, it seems that the clients? credibility suffers and their skills are doubted, which, in turn weakens the clients? self-confidence and results in self-depreciation, which makes them ill-equipped to lead a successful life.