Titelaufnahme

Titel
Präraffaelitische Tendenzen in Rubén Daríos 'Azul ...' / vorgelegt von Sarah Prasch
Verfasser/ VerfasserinPrasch, Sarah
Begutachter / BegutachterinErtler, Klaus-Dieter
Erschienen2014
Umfang127 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Darío, Rubén <Azul> / Weltflucht <Motiv> / Gesellschaftskritik / Kunst <Motiv> / Frau <Motiv> / Frauenbild / Präraffaeliten
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-66800 Persistent Identifier (URN)
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Präraffaelitische Tendenzen in Rubén Daríos 'Azul ...' [3.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Einfluss des Präraffaelismus auf den ?modernismo? ist allgemein anerkannt. Inwieweit sich aber in Rubén Daríos ?Azul??, das 1888 den Grundstein des ?modernismo? legt, Parallelen zu präraffaelitischen Arbeiten finden, ist weitgehend unerforscht. Allerdings sind schon in diesem Frühwerk Daríos präraffaelitische Tendenzen zu erkennen, die diese Diplomarbeit aufzeigen soll. Im sich wirtschaftlich rasant entwickelnden Südamerika des späten 19. Jahrhunderts sieht sich der einundzwanzigjährige Rubén Darío einer Epoche der gesellschaftlichen Umbrüche und sozialer Probleme gegenüber. In diesem Kontext entsteht ?Azul??, das die Umstände seiner Zeit widerspiegelt. Zum Vergleich mit Daríos Text werden präraffaelitische Gemälde, Texte und dem Präraffaelismus zugrundeliegende Theorien, wie zum Beispiel die von John Ruskin, gleichermaßen herangezogen. Berücksichtigt werden drei Aspekte, die sowohl ?Azul?? als auch die Kunst der Präraffaeliten dominieren. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit den Frauenbildern, die von den Präraffaeliten ebenso wie von Rubén Darío auffallend ähnlich charakterisiert werden. Die Künstler teilen das gleiche Schönheitsideal, und fokussieren sich in ihren Arbeiten auf stereotype Frauenbilder wie die ?femme fatale? und die ?femme fragile?. Im darauffolgenden Kapitel wird der das Werk kennzeichnende Konflikt zwischen Eskapismus und Gesellschaftskritik näher betrachtet. Darío bewegt sich zwischen dem Versuch seine Leser in ferne Traumwelten zu entführen und expliziter Kritik an der modernen Arbeitswelt. Den Abschluss bildet eine Erläuterung des Motivs der Kunst in ?Azul??, im Vergleich zum Leitbild der Präraffaeliten, verschiedene Kunstformen zu einem vollkommenen Gesamtkunstwerk zu verbinden. Sowohl Rubén Darío als auch die Präraffaeliten orientieren sich an mittelalterlichen und antiken Vorbildern, und benutzen eine Vielzahl von Symbolen, Allegorien und Metaphern, was für den bildlichen Charakter ihrer Texte und Gemälde verantwortlich ist.

Zusammenfassung (Englisch)

While it has been agreed upon that Pre-Raphaelism influenced the hispanic ?modernismo?, few investigation has been made with regard to Pre-raphaelite tendencies in Rubén Darío?s ?Azul??, which, published in 1888, marks the beginning of the ?modernismo? movement. The aim of this paper is to examine the Pre-raphaelite elements in this work. In 19th century South America the twenty-one year old Darío is being confronted with radical changes and social problems, which evolve due to the rapid economic growth of his time. It is in this context, that the young writer produces ?Azul??, which mirrors these changes. In order to explore the parallels between Darío?s text and Pre-raphaelite works, this paper draws on paintings, writings, as well as underlying theories, such as those of John Ruskin. The analysis includes three aspects, which set the tone for both ?Azul?? and Pre-raphaelite works. The first chapter examines the female imagery, which is similarly constructed by both Darío and Pre-raphaelite artists. They share the same taste with regard to the ideal female beauty; furthermore, the artists concentrate on stereotypes of womanhood, such as the ?femme fatale? and the ?femme fragile?. The following section focusses on the conflict between escapism and social criticism, two contrasting poles that mark ?Azul??. Just like the Pre-raphaelite artists, Darío offers his readers the possibility to escape from modern world, as well as he includes explicit criticism on the negative aspects of economic growth. The third chapter consists of an examination of the references to art in ?Azul??, compared to the Pre-raphaelite ideal of combining different art forms in order to create one, ideal piece of art. Both Darío and the Pre-raphaelites draw on medieval and ancient traditions, and make use of a complex system of symbols, allegories and metaphors, which contribute to the vivid character of their artwork.