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Title
Arbeit am Bäuer*innenhof : auf den Spuren egalitärer Arbeitsteilungen / vorgelegt von Jessica Wojta
AuthorWojta, Jessica
CensorWetterer, Angelika
Published2014
Description101 Bl.
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2014
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Kleinbauernbetrieb / Arbeitsteilung / Geschlechtsunterschied / Kleinbauernbetrieb / Arbeitsteilung / Geschlechtsunterschied / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-66774 Persistent Identifier (URN)
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Arbeit am Bäuer*innenhof [1.43 mb]
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Abstract (German)

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Formen der Arbeitsteilungen in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Neben den dominierenden Ausformungen geschlechtshierarchischer Arbeitsteilungen stellt sich insbesondere die Frage nach empirisch nachweisbaren egalitären Praktiken. Dazu sind ein theoretischer sowie ein historischer Abriss einer empirischen Untersuchung vorangestellt. Der theoretische Teil bezieht sich auf den Ansatz der Geschlechterkonstruktion. In einem historischen Rückblick auf den Geschlechtswechsel bei Berufen wurde die Veränderlichkeit und somit Veränderbarkeit der Zuordnung von Tätigkeiten zu einem Geschlecht thematisiert. In der empirischen Erhebung wurden sieben Bäuer*innen in qualitativen Interviews befragt. Darunter befanden sich vier quer in die Landwirtschaft eingestiegene und drei auf einem Hof aufgewachsene Bäuer*innen. Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass egalitäre Arbeitsteilungen im produktiven Bereich häufiger zu finden sind, während im reproduktiven Bereich die geschlechtshierarchische Arbeitsteilung eindeutig überwiegt. Die praktizierte egalitäre Arbeitsteilung im produktiven Bereich konnte sich vor allem deshalb erhalten, weil kleinbäuerlich wirtschaftende Bäuer*Innen ? hier am Beispiel der Schafhaltung ? den Technisierungs- und Mechanisierungsschub nicht mitmachten und damit die Arbeiten keine Neubewertung durch Geschlechtszuschreibungen erfuhren. Hinsichtlich der reproduktiven Arbeit hat sich herausgestellt, dass der Anspruch, sich auch diese egalitär zu teilen, zwar in den Köpfen einiger Bäuer*innen vorhanden ist, dieser jedoch tendenziell nur von jenen praktiziert wird, die quer in die Landwirtschaft eingestiegen sind. Zwei der Quereinsteiger*innen teilen sich die Arbeit sowohl im reproduktiven als auch im produktiven Bereich annähernd egalitär auf.

Abstract (English)

This thesis intends to describe variations of division of work on small scale farms. Besides the dominating forms of gender-related division of work, there is a special focus on empirical evidence of egalitarian practice. Therefore a theoretical as well as a historical outline precede the empirical survey. The theoretical part refers to the approach of the construction of gender. Looking at the changes of gender within a profession in past times, changeability and adjustability as well as a tendency to remain within the established conditions are explored. Seven farming women and men were interviewed, four of them did not have any farming background and three were born and raised on a farm. Outcomes of this survey show, that egalitarian divison of work is to be found much more likely within the productive than the reproductive sector. The reason for this lies within the structure of small scale farming, which did not facilitate a high level of mechanisation and technical investments. Therefore, the work was not re-evaluated regarding the gender-attribution. Concerning reproductive work the survey has shown, that there is a theoretical personal claim of the farming women and men, to an egalitarian practice. However, there is a tendency to the newcomers putting it into practice. Two of the newcomers divide up work approximately egalitarian - in the reproductive as well as in the productive sector.