Titelaufnahme

Titel
Lie back and think of Ireland : eine Analyse der Sprachvarietät Hiberno-Englisch in Roddy Doyles Roman A star called Henry und dessen deutscher Übersetzung / vorgelegt von Hanna Blum
Weitere Titel
Lie back and think of Ireland : an analysis of the language variety Hiberno English in Roddy Doyle's novel A star called Henry and its German translation
Verfasser/ VerfasserinBlum, Hanna
Begutachter / BegutachterinWolf, Michaela
Erschienen2014
Umfang104 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Doyle, Roddy <A star called Henry> / Irland / Englisch / Sprachvariante / Übersetzung / Deutsch / Doyle, Roddy <A star called Henry> / Irland / Englisch / Sprachvariante / Übersetzung / Deutsch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-66479 Persistent Identifier (URN)
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Lie back and think of Ireland [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Übersetzungsanalyse von Roddy Doyles Roman A Star Called Henry (1999) und dessen deutscher Übersetzung Henry, der Held (2000) von Renate Orth-Guttmann. Der Autor verwendet die Sprachvarietät Hiberno-Englisch, die am Handlungsort des Romans Irland gesprochen wird. Dadurch wird der Roman zu einem sehr kulturspezifischen Text. Zentrales Anliegen dieser Arbeit ist die Untersuchung dessen, welche Übersetzungsstrategien Orth-Guttmann anwendet und welche Auswirkungen diese auf die Romanbotschaft haben. Um dies zu untersuchen, wird das Analysemodell von Javier Franco Aixelá herangezogen, da dies auf die Kulturgebundenheit von Textelementen eingeht und Übersetzungsstrategien für Kulturspezifika den Hauptkategorien Conservation und Substitution zuschreibt. Es wird davon ausgegangen, dass die Übersetzerin größtenteils eliminierende Strategien (Substitution) anwendet, wodurch sich die Botschaft des Textes dahingehend verschiebt, dass die bewusste Überzeichnung der Figuren, deren Beziehungen zueinander und der Geschehnisse allgemein deutlich abgeschwächt wahrgenommen wird. Dies konnte in der Analyse, in der Textbeispiele auf die oben genannten Aspekte untersucht wurden, bestätigt werden. Des Weiteren wird die Postkolonialität des Romans beleuchtet. Es wird vorausgesetzt, dass Irland die erste Kolonie Englands war und irische Literatur somit als postkolonial bezeichnet werden kann. Zudem setzt Doyle postkoloniale Schreibstrategien wie den Gebrauch nicht-übersetzter Wörter ein. Auch die Verwendung des Hiberno-Englischen trägt zur Postkolonialität des Romans bei. Es erwies sich, dass die postkolonialen Tendenzen des Romans in der deutschen Version durch die Abschwächung der dia- und soziolektalen Äußerungen sowie die Eliminierung der postkolonialen Schreibstrategien kaum bis nicht wahrgenommen werden können. Damit lässt sich feststellen, dass es sich bei der deutschen Fassung um eine domestizierende Übersetzung handelt.

Zusammenfassung (Englisch)

The principal concern of this master thesis is the comparison between the novel A Star Called Henry (1999) by Roddy Doyle and its German translation Henry, der Held (2000) by Renate Orth-Guttmann. The author uses the language variety Hiberno English which is spoken in Ireland where the plot is set. This makes the novel an increasingly culture-specific text. It is the aim of this master thesis to find out which translation strategies Orth-Guttmann used and how they influence the meaning of the book. The analysis model of Javier Franco Aixelá is used for this purpose, since it explicitly refers to possible translation strategies for culture-specific textual elements. The strategies are divided into the categories conservation and substitution. It is assumed that Orth-Guttmann primarily uses eliminating strategies (substitution) which changes the meaning of the text: the deliberate exaggeration of characters, their relationships and the historic representations are perceived as considerably weakened in the German translation. This could be proven in the text analysis for which representative examples were analyzed for the abovementioned aspects. Furthermore, the postcoloniality of the novel was examined under the assumption that Ireland was England?s first colony and Irish literature can therefore be seen as postcolonial. Additionally, Doyle uses postcolonial writing strategies, e.g. usage of non-translated words. The use of Hiberno English adds to the postcoloniality of the novel. It was proven that the postcolonial tendencies in the novel cannot be observed in the German version due to the weakening of non-standard language expressions and the elimination of postcolonial writing strategies. It can therefore be said that the German version is a domesticating translation.

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