Titelaufnahme

Titel
Die EU-Verordnung EMIR und ihre Auswirkungen auf österreichische Unternehmen der Finanz- und Realwirtschaft im Derivatehandel / vorgelegt von Brigitte Bauer
Verfasser/ VerfasserinBauer, Brigitte
Begutachter / BegutachterinJud, Waldemar
Erschienen2014
UmfangII, 50 Bl., Bl. III - VI : Zsfassung (1 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Unternehmen / Wertpapierhandel / Europäische Union / Österreich / Unternehmen / Wertpapierhandel / Europäische Union / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-66244 Persistent Identifier (URN)
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Die EU-Verordnung EMIR und ihre Auswirkungen auf österreichische Unternehmen der Finanz- und Realwirtschaft im Derivatehandel [0.93 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 sind Derivate, insbesondere OTC-Derivate, in aller Munde. Da OTC-Derivate privat abgeschlossene Verträge darstellen, ist es für die Marktteilnehmer und die zuständigen Behörden unmöglich, einhergehende Risiken richtig und frühzeitig einzuschätzen. Aufgrund der Intransparenz dieser Finanzinstrumente erließen das Europäische Parlament und der Europäische Rat am 4. Juli 2012 die Verordnung (EU) Nr. 648/2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (European Market Infrastructure Regulation, EMIR). Durch diese Regulierung sollen systemische Risiken im europäischen Derivatemarkt eingedämmt werden. Bemerkenswert ist, dass EMIR nicht nur Banken und andere Finanzinstitute trifft, sonders es sind erstmals auch Unternehmen der Realwirtschaft von einer Finanzmarktregulierung direkt betroffen. Im ersten Teil der Arbeit werden ein theoretischer Überblick, die historische Entwicklung sowie die Handelsmotive von Derivaten dargestellt. Ebenfalls wird hier der Zusammenhang zur Entstehung der Finanzkrise ab 2007 aufgezeigt. Der zweite Teil bildet den Kernpunkt der Arbeit. Hier werden die „3 Säulen“ von EMIR detailliert dargestellt. Es wird analysiert, ob die Verordnung denn überhaupt geeignet ist, einer Finanzmarktregulierung gerecht zu werden. Das Ergebnis ist, dass EMIR nicht effizient genug ist, denn einzelne Punkte sind weiterhin unklar bzw. ungeregelt. Da einzelne Bestimmungen der Verordnung der Umsetzung in nationales Recht bedürfen, wird im dritten Teil der Arbeit die Umsetzung in österreichisches Recht, namentlich ins Zentrale Gegenparteien-Vollzugsgesetz (ZGVG), dargestellt. Hier werden auch die Sanktionen für österreichische Unternehmen bei Nichteinhaltung der Bestimmungen aus EMIR und ZGVG erläutert.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the outbreak of the financial crisis of 2007, derivatives and especially OTC derivatives are well known. OTC derivatives represent private contracts thus it is nearly impossible for market participants as well as for public authorities to estimate the real risks that occur from these financial products. Because of the fact that these financial products are very obscure, the European Parliament and the European Council legislated the regulation (EU) Nr. 648/2012 about OTC derivatives, central counterparties and trade repositories (European Market Infrastructure Regulation, EMIR) on the 4th July 2012. The regulation should reduce the systemic risk on the European derivatives market. The special thing about EMIR is that not only companies from the financial industry are affected but also companies from the real economy. The first part of the paper gives a theoretical overview, a historical development and an overview of the motives that are behind the trading of derivatives. The first part also contains the connection to the financial crisis of 2007. The second part of the paper forms the main part and displays the “three pillars” of EMIR and tries to analyze if the regulation works properly. The result is that EMIR is not efficient enough to regulate the derivatives market because some critical points are missing. The third part of the paper is about the national transformation of EMIR into Austrian law which is called Zentrale Gegenparteien-Vollzugsgesetz (ZGVG). This part also displays the consequences for Austrian companies if they do not follow the rules of EMIR and ZGVG.