Titelaufnahme

Titel
The impact of stereotype threat on working memory in considideration of emotion regulation : an EEG study / Michaela Lenzhofer
Verfasser/ VerfasserinLenzhofer, Michaela
Begutachter / BegutachterinNeubauer, Aljoscha
Erschienen2014
Umfang58, 31 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst., Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bedrohungsvorstellung / Arbeitsgedächtnis / Gedächtnisleistung / Neurophysiologie / Bedrohungsvorstellung / Arbeitsgedächtnis / Gedächtnisleistung / Neurophysiologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-64400 Persistent Identifier (URN)
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The impact of stereotype threat on working memory in considideration of emotion regulation [1.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Um zu klären, ob Geschlechtsunterschiede in der neuralen Effizienz auf das Phänomen des Stereotype Threat zurück zu führen sind, untersucht die Studie dessen Einfluss auf Leistungs- als auch auf neurophysiologischer Ebene. Stereotype Threat bezeichnet die Angst ein negatives Stereotyp über eine soziale Gruppe, der man angehört, durch sein Verhalten zu bestätigen (Steele & Aronson, 1995). Infolge dessen nimmt die Leistung ab. Studien legen nahe, dass Stereotype Threat das Arbeitsgedächtnis herabsetzt (Johns, Inzlicht & Schmader, 2008). Reappraisal ? die Neubewertung einer Situation ? soll diesen negativen Effekt aufheben. Daher untersucht diese Studie den Einfluss von Stereotype Threat auf das Arbeitsgedächtnis unter Berücksichtigung von Reappraisal. In dieser EEG-Untersuchung wurden 60 Frauen im Alter zwischen 20 und 54 Jahren getestet. Sie arbeiteten entweder unter einer Stereotype Threat-, Reappraisal- oder Kontrollbedingung an Kurzzeit- und Arbeitsgedächtnisaufgaben. Die spezifische Intervention erfolgte nach einem ersten Durchgang. Die Ergebnisse zeigen, dass Stereotype Threat nicht unbedingt zu einer Leistungsminderung, sondern bei einfachen Aufgaben auch zu einer Steigerung führen kann. Allgemein wurde im zweiten Durchgang eine Abnahme der Alpha-Desynchronisation gefunden was auf eine Zunahme der neuralen Effizienz aufgrund eines Übungseffektes hindeutet. Nur Probanden der Stereotype Threat Bedingungen zeigen eine Alpha-Synchronisation in der Kurzzeitgedächtnisaufgabe. Da eine Synchronisation im oberen Alphaband als Inhibition aufgabenirrelevanter Reize interpretiert wird (Klimesch, 2012), weisen die Ergebnisse auf eine erhöhte Aufgabenfokussierung hin. Da keine Änderungen in Reappraisal Bedingung beobachtet wurden, unterstützt dies die Idee dass Reappraisal den negativen Effekt von Stereotype Threat entgegenwirkt. Die gefundenen Ergebnisse können jedoch nicht klären ob Stereotype Threat die Geschlechtsunterschiede in der neuralen Effizienz verursacht.

Zusammenfassung (Englisch)

To provide further evidence whether sex differences in neural efficiency can be attributed to the so-called stereotype threat, this study investigates the effect of stereotype threat on behavioural performance and cortical activation. Stereotype threat is defined as the fear to confirm a negative stereotype of one?s group by one?s own behaviour (Steele & Aronson, 1995). This creates additional psychological pressure that hampers performance. Previous studies indicate that stereotype threat impairs achievement by taxing working memory (Johns, Inzlicht & Schmader, 2008). Reappraising the threatening situation can prevent the decrease in performance. Therefore, this study examines the effect of stereotype threat on working memory under consideration of reappraisal. In this EEG-study, 60 women aged between 20 and 54 years worked either under a control, stereotype threat or reappraisal condition on a short-term memory and a working memory task. Two runs were conducted, whereby participants received condition-specific interventions before the second run. Findings indicate that stereotype not necessarily hampers performance but also can improve achievement if the task is easy. In general a decrease in alpha desyncronisation was found as result of time of measurement, indicating an increase in neural efficiency as result of training. For stereotype-threatened participants an alpha synchronisation in frontal regions was found but only in the short-term memory task. Since synchronisation in the upper alpha band is interpreted as inhibition of task-irrelevant cues (Klimesch, 2012) results suggest that participants exposed to stereotype threat exhibit a heightened attention control to the task at hand. For the reappraisal condition no significant results were found, supporting the idea that reappraisal counteracts the negative effect of stereotype. Based on the present results it cannot be clarified whether stereotype threat caused sex differences in neural efficiency.

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