Titelaufnahme

Titel
Der barocke Prunksaal des Palais Dietrichstein in Graz : stilistische und ikonologische Analyse des Deckenprogramms / vorgelegt von David Zottler
Verfasser/ VerfasserinZottler, David
Begutachter / BegutachterinStadlober, Margit
Erschienen2014
Umfang315 Bl. : Zsfassung ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Palais Dietrichstein <Graz> / Deckenmalerei / Palais Dietrichstein <Graz> / Deckenmalerei / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-64373 Persistent Identifier (URN)
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Der barocke Prunksaal des Palais Dietrichstein in Graz [22.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bei den neun Deckengemälden des von der Forschung bisher wenig beachteten Prunksaales im Palais Dietrichstein in Graz (um 1670) handelt es sich um die ersten nachweisbaren Arbeiten des innerösterreichischen Malers Franz Steinpichler (1630-1714). Sie folgen dem Dekorationsschema der quadri riportati, das in der Arbeit erläutert wird, und zeigen Darstellungen aus den Metamorphosen Ovids, wobei einem fünfteiligen Phaeton-Zyklus eine besondere Rolle zukommt. Das Gemälde des Mittelspiegels zeigt eine Verherrlichung des fürstlichen Hauses Dietrichstein-Meggau, die drei übrigen Bilder zeigen je ein verschiedenes Paar aus den Metamorphosen.Das wichtigste Anliegen und Kernstück der vorliegenden Arbeit ist die erstmals durchgeführte genaue Beschreibung, Analyse und Interpretation der Deckengemälde. Dafür wurden sowohl die literarischen Quellen von Ovid als auch die dem Künstler als Vorlage dienenden Stiche von Hendrick Goltzius herangezogen. Als weitere Vergleichsbeispiele dienten eine Stuckreliefserie aus dem Rittersaal der Burg Bernstein, sowie die ihnen als Grundlage dienende Stichserie von Antonio Tempesta. Zusätzlich erfolgte eine genaue Fotodokumentation der Gemälde, die sich in äußert schlechtem Zustand befinden.Die Arbeit beschäftigt sich des Weiteren mit der Quellenlage und der Datierung der Gemälde sowie dem möglichen Anlass ihrer Entstehung, einer Hochzeit. Außerdem fragt sie nach der Einflussnahme der Auftraggeber und deren möglicher Selbstdarstellung in den Gemälden und beleuchtet in diesem Zusammenhang, warum Ovids Metamorphosen und im Speziellen der Phaeton-Zyklus als Sujets ausgewählt wurden. Auch dem Leben, Schaffen und Stil des Künstlers sowie der Einbettung seines Werkes in die Entwicklung der steirischen Barockmalerei des 17. Jahrhunderts sind einige Aspekte gewidmet. Die letzten restauratorischen Erkenntnisse über den teilweise bedenklichen Erhaltungszustand der Werke runden die Arbeit schließlich ab.

Zusammenfassung (Englisch)

The nine ceiling paintings in the previously little-researched state hall (dated from about 1670) of the Palais Dietrichstein in Graz are considered to be the first works attributable to the Inner Austrian painter Franz Steinpichler (1630-1714). Designed in the decoration scheme of quadri riportati, they depict scenes taken from Ovid's Metamorphoses, with a five-part Phaeton cycle playing the most prominent role. The painting in the middle of the ceiling aims to glorify the princely house of Dietrichstein-Meggau, with the three other pictures each showing a different couple of Ovid's Metamorphoses.The main aim of and core part of this thesis is the first detailed description of the ceiling paintings followed by an analysis and interpretation of the pictures. For this purpose both the literary sources of Ovid and the engravings by Hendrick Goltzius, which served the artist as a template, were used. A series of stucco reliefs in the so called Knights' Hall in Bernstein castle, together with a series of engravings by Antonio Tempesta on which they were based, were used to provide further examples for comparison. In addition, a detailed photo documentation of the paintings was made.Furthermore, this thesis deals with primary literary sources and the dating of the paintings as well as the possible reason for their creation, namely a wedding. Other issues that are discussed are the influence of the clients and their possible self-expression in the paintings. In this context the thesis examines why Ovid's Metamorphoses and in particular the Phaeton cycle were selected as subjects. Some aspects of the thesis are dedicated to the life, work and style of the artist himself, as well as to the placing of his works in the context of the development of Styrian Baroque paintings of the 17th century. This thesis concludes with the examination of the latest expert reports relating to the restoration of the paintings, which are in extremely poor condition.