Titelaufnahme

Titel
Depressivität und die kardiovaskulären Reaktionen bei unterschiedlichen mental aktivierten Unterstützungsbedingungen / Tamara Scherz
Verfasser/ VerfasserinScherz, Tamara
Begutachter / BegutachterinGramer, Margit
Erschienen2014
Umfang226 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + 1 CD ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Depressivität / Soziale Unterstützung / Kardiovaskuläres System / Depressivität / Soziale Unterstützung / Kardiovaskuläres System / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-64233 Persistent Identifier (URN)
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Depressivität und die kardiovaskulären Reaktionen bei unterschiedlichen mental aktivierten Unterstützungsbedingungen [5.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Studie beschäftigt sich mit den Effekten der Depression und mentalen Aktivierung von Unterstützungsbedingungen auf die kardiovaskuläre Reaktivität während eines sozialen Stressors (Halten einer Rede). Die mental aktivierten Unterstützungsbedingen waren daran zu denken Unterstützung zu erhalten oder leisten sowie eine neutrale Bedingung. Außerdem untersuchte die Studie erstmals den Effekt des Unterstützungsleistens bei depressiven Personen. Viele Studien haben gezeigt, dass soziale Unterstützung einen stresspuffernden Effekt auf die kardiovaskuläre Reaktivität bei gesunden Personen hat. Hingegen deuten Studien darauf hin, dass sich bei Depressiven die soziale Unterstützung negativ auswirkt. Es wurden 60 gesunde Studentinnen zwischen 18 und 30 Jahren untersucht, die in eine hoch- und niedrigdepressive Gruppe eingeteilt wurden. Davor fand eine Antizipationsphase statt, in der den Probandinnen erstmals der Stressor bekanntgegeben wurde und eine Vorbereitungsphase, um die Rede vorzubereiten. Während der gesamten Untersuchung wurden der systolische und diastolische Blutdruck und die Herzrate erhoben. Es wurden auch die Befindlichkeit, Aufgabenbewertung, Rumination und andere psychologische Parameter erfasst. Die Ergebnisse waren, dass es keine Unterschiede in den kardiovaskulären Reaktivitäten bei hoch- und niedrigdepressiven Personen gab. Es zeigte sich aber, dass hochdepressive Personen in der Belastungsphase einen höheren Anstieg im systolischen Blutdruck aufwiesen als niedrigdepressive Personen. Es zeigte sich auch kein Einfluss der mentalen Aktivierung auf die kardiovaskuläre Reaktivität, die Befindlichkeit, die Aufgabenbewertung oder die Rumination. Hinsichtlich der Depression stellte sich aber heraus, dass hochdepressive Personen eine negativere Aufgabenbewertung hatten und mehr negative Rumination in der Erholungsphase. Weiters zeigte sich, dass sie von mehr zwischenmenschlichen Stress und von geringerer wahrgenommene soziale Unterstützung berichteten.

Zusammenfassung (Englisch)

This study investigates the effects of depression and mental activation of social support (providing and receiving social support, neutral condition) on cardiovascular reactivity during a social stressor. The activated support schemas were, thinking to receive or provide social support and a neutral condition. For the first time, this study investigates the effects of providing social support in depressive individuals. A number of studies showed a stress-buffering effect of social support on cardiovascular reactivity. However, some studies suggest, that social support has a negative effect in depressed persons. Sixty healthy female students between the age of 18 and 30, which have been divided into groups with high and low depression, were tested. The social stressor consisted of holding a speech in front of a video camera. Before this speech, there was a stressor anticipation period and a period to prepare the following speech. In all periods the cardiovascular parameters (systolic blood pressure, diastolic blood pressure and heart rate) were elevated and compared to baseline. Furthermore, the subjective well-being, cognitive task appraisal, rumination and other psychological parameter were tested. The results showed, that there were no differences on cardiovascular reactivity in high and low depressed individuals during the task periods. Generally, females high in depression showed greater increases in systolic blood pressure, than lower depressed females. Social support had no effects on cardiovascular reactivity, subjective well-being, cognitive task appraisals or rumination. On the other hand, before and after the speech task, high depressive females showed more negative cognitive task appraisals than low depressive females. During the recovery period, high depressed females showed more negative rumination. Further, females high in depression reported more interpersonal stress and lower perceived social support.