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Title
Dolmetschen von Predigten in freikirchlichen Gemeinden : eine Qualitätsanalyse am Beispiel von 3 Grazer Gemeinden / vorgelegt von Sabine Franke
AuthorFranke, Sabine
Censorvan Lawick Brozio, Heike
Published2014
Description174 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Dolmetschen / Predigt / Dolmetschen / Predigt / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-64197 Persistent Identifier (URN)
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Dolmetschen von Predigten in freikirchlichen Gemeinden [1.94 mb]
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Abstract (German)

Das Dolmetschen von Predigten in freikirchlichen Gemeinden ist aufgrund der heutigen Globalisierung und Mobilität der Menschen eine immer häufiger auftretende Praxis. Dabei werden in der Regel Gemeindemitglieder, oft Laiendolmetscherinnen und Laiendolmetscher, eingesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass die Qualität ihrer Dolmetschungen nicht den professionellen Standards entspricht. Um diese Hypothese zu beweisen, werden die Dolmetschungen von sechs Predigten aus drei Grazer Freikirchen auf ihre Qualität hin untersucht.Zu Beginn der Arbeit wird gezeigt, warum das Dolmetschen von Predigten unter das Community Interpreting eingeordnet werden muss, obwohl es auch Merkmale des Konferenzdolmetschens aufweist. Dem folgt ein Überblick über das Dolmetschen im Judentum und im Christentum in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Danach wird der Aufbau der Studie erklärt, das angewandte Transkriptionssystem erläutert und die theoretische Grundlage für die Qualitätsanalyse gelegt. Auch wird auf äußere Faktoren eingegangen, die Einfluss auf die Dolmetschqualität haben und auf die Frage, ob Laiendolmetscherinnen und Laiendolmetscher dolmetschen können und sollen. Danach werden die sechs Dolmetschungen anhand der einzelnen Qualitätskriterien des festgelegten Qualitätsmodells analysiert. Dabei zeigt sich, dass zwei der Dolmetschungen erhebliche Mängel aufweisen, drei der Dolmetschungen zwar qualitative Mängel aufweisen, aber ihren Zweck erfüllen und eine der Dolmetschungen trotz einiger Schwächen den professionellen Standards gerecht wird. Zu diesem Ergebnis tragen neben den Dolmetschfähigkeiten die oft nicht optimalen äußeren Faktoren entscheidend bei. Die Hypothese wird somit nicht eindeutig bestätigt. Trotz der Ergebnisse schließt die Arbeit mit einem Plädoyer für das Dolmetschen in freikirchlichen Gemeinden und zeigt auf, wie die Dolmetschqualität verbessert werden kann.

Abstract (English)

The demand for and the practice of interpreting in churches has been continually on the rise due to globalization and the higher mobility of people. More and more churches offer interpretation services for their sermons or even their entire Sunday morning services. For this task churches usually employ lay interpreters, i.e. members of the congregation. As a consequence the hypothesis of this work is that their interpretations will not meet professional quality standards. To prove this hypothesis the interpretations of six sermons from three different evangelical churches in Graz are assessed regarding their quality.The first chapter characterizes conference and community interpreting and discusses whether the interpretation of sermons falls into one or the other category. This is followed by an overview of the role of interpreters in Judaism and Christianity in the past and the present. The next chapter describes the study carried out for this thesis and the transcription system used. It also introduces the notion of quality in interpreting and describes different quality models, one of which is selected for the subsequent quality assessment. The chapter concludes with an overview of external factors that influence interpreting quality and the question if lay interpreters can and should interpret. This is followed by the detailed quality assessment based on the criteria of the model defined. The analysis shows that while five of the interpretations do not meet professional quality standards, one of them does despite a few weaknesses. Hence the hypothesis cannot be conclusively proven as true. The results are influenced by the interpreting skills and by the sometimes adverse external factors. Despite the results, the final chapter takes a clear stance in favour of the practice of interpreting in churches and it provides suggestions on how the interpretation quality and the interpreting conditions in churches could be improved in the future.