Titelaufnahme

Titel
Das Künstler-Biopic : Fakt, Fiktion und biographische Mythologie / vorgelegt von Marco Braida
Verfasser/ VerfasserinBraida, Marco
Begutachter / BegutachterinPloder, Josef
Erschienen2014
Umfang125 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Künstler / Biografischer Film / Künstler / Biografischer Film / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63974 Persistent Identifier (URN)
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Das Künstler-Biopic [2.1 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Biographische Spielfilme prägen das Wissen über historische Figuren und kreieren eine eigene Wirklichkeit, die sich in geschichtlicher Hinsicht nicht mit wahr oder falsch begreifen lässt. Auch wenn filmische Erzählungen über Künstler und Künstlerinnen nicht immer mit den biographischen, oder Stilmittel in Filmen über fiktive Künstler und Künstlerinnen nicht immer mit den kunsthistorischen Vorlagen übereinstimmen, wirken diese dennoch auf die Vorstellungen eines Massenpublikums, wie eine komplette Berufsgruppe zu sein und was sie zu produzieren hat. Wie also gehen Regisseure mit den Viten realer Künstler um, wie akkurat werden Fakten und historische Umstände wiedergegeben, wie werden fiktionale Elemente und archetypische Künstlermythen in filmische Narrative verwoben? Und wie erscheinen Spielfilme über fiktive Künstler, die sich zwangsläufig um die "Legende vom Künstler" drehen, Künstler-Biopics gegenübergestellt? Die vorliegende Studie geht auf jeweils drei exemplarische Beispiele aus diesen beiden Gattungen in Form einer Inhaltsangabe ein, und schlüsselt in den darauf folgenden Inhaltsanalysen die Herangehensweisen der Filmemacher auf Fragen der Realitätsdarstellung, der Vermittlung des Künstlerbildes, und der Vermittlung von Kunst bzw. des Schaffensprozesses ein. Darüber hinaus wird in den die Kapitel einleitenden Abschnitten ein Einblick in die historische Entwicklung dieser Subgenres des biographischen Spielfilms gegeben. Dabei wird unter anderem deutlich, dass sich von den Anfängen des Filmes, über das Kino des klassischen Hollywood, bis hin zu modernen Spielfilmen kaum Verschiebungen hinsichtlich des Bildes des Künstlers als leidendes und/oder missverstandenes Individuum ergeben haben, dass Mythen wie diese im Medium Film universell auf unterschiedlichste Gattungen der bildenden Kunst angewendet werden, und dass sich bis heute dem Künstler-Biopic ? verstärkt noch in Spielfilmen über fiktive Künstler ? generell über männliche Künstler angenähert wird.

Zusammenfassung (Englisch)

Biographical feature films shape the knowledge of historical figures and create a reality of their own that can?t be comprehended as being true or false regarding history. Even if cinematic tales of artists don?t always accord with biographical facts, or stilistic choices in movies about fictional artists don?t necessarily go hand in hand with the picture painted by art history, feature films about artists shape the mass audiences belief of how a whole profession has to behave, and what it has to produce. This genre of movies deals with a conglomerate of biographical reality and myth, of fact and fiction. So how do directors handle the vita of real artists, how exact are facts and historical circumstances being depicted, how are fictional elements and archetypical myths about artists woven into the filmic narrative? And how do movies about fictional artists, that necessarily revolve around the "legend of the artist", appear opposed to artist-biopics? The study at hand caters to three examples from these two categories each, first in the form of a summary of content, and second as an analysis of the content, breaking down the approach of filmmakers regarding the depiction of reality, the communication of the picture of the artist, and the communication of the process of creation, and the art itself. In addition each chapter is prefixed by a section allowing an outlined insight into the historical development of the artist-biopic subgenre. Through all this it will be clear, that from the beginnings of cinema, over the classical Hollywood, to modern feature films, there were barely any shifts regarding the artist as suffering and/or misinterpreted individual, that these myths about artists in the movie medium are being exercised universally on various categories of art like painting, sculpture or architecture, and that until this day the topic of the artist-biopic ? and even more so the topic of the fictional artist ? is a topic dominated by male protagonists.