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Title
Der Weg der Gesetzgebung in Österreich und der Schweiz im Vergleich / eingereicht von Isabella Theny
AuthorTheny, Isabella
CensorWieser, Bernd
Published2014
DescriptionVIII, 110 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Österreich / Gesetzgebung / Schweiz / Österreich / Gesetzgebung / Schweiz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63917 Persistent Identifier (URN)
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Der Weg der Gesetzgebung in Österreich und der Schweiz im Vergleich [0.63 mb]
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Abstract (German)

Ziel dieser Arbeit war es, den Weg der Bundesgesetzgebung in der Schweiz und in Österreich darzustellen, die Verfahren und Regelungen der beiden Staaten zu vergleichen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten. Nach einer einleitenden Darstellung der Gesetzgebungsorgane und der Kompetenzverteilung auf dem Gebiet der Gesetzgebung werden die verschiedenen Phasen des Gesetzgebungsprozesses näher erörtert. Im Hinblick auf die allgemeinen Regelungen bezüglich Gesetzesinitiative, vorparlamentarische Phase, Kundmachung, Inkrafttreten und Geltungsbereich von Gesetzen bestehen kaum bemerkenswerte Unterschiede zwischen der Schweiz und Österreich. Anders verhält es sich bei der parlamentarischen Phase. In beiden Staaten ist das Zweikammernsystem verwirklicht, die Mitwirkungsbefugnisse der zweiten Kammer, die jeweils die Gliedstaaten repräsentiert, sind jedoch unterschiedlich geregelt. Nach der Bundesverfassung der Schweiz sind beide Parlamentskammern ausdrücklich gleichberechtigt, in Österreich liegt die letztliche Entscheidung im Gesetzgebungsprozess bei der ersten Kammer, während der zweiten grundsätzlich nur ein suspensives Vetorecht zukommt. Einen Sonderfall des Gesetzgebungsverfahrens stellt die Änderung der Verfassung dar, die in beiden Staaten unter Einhaltung der jeweiligen Revisionsvorschriften jederzeit möglich ist. Unterschiede bestehen hinsichtlich des Verständnisses von Teil- und Totaländerung der Verfassung. In der Schweiz werden zur Unterscheidung formelle Kriterien herangezogen, in Österreich materielle. Schließlich erfolgt eine Darstellung der Mitwirkung des Volkes am Gesetzgebungsprozess. Instrumente der direkten Demokratie sind in Form der Volksinitiative und der Volksabstimmung in beiden Staaten vorhanden, eine Volksbefragung gibt es nur in Österreich. Insgesamt betrachtet kommt den Volksrechten in der Schweiz, basierend auf dem Verständnis der Souveränität des Volkes, eine größere Bedeutung zu als in Österreich.

Abstract (English)

The aim of this thesis was to illustrate the legislative procedure in Switzerland and Austria, to compare the regulations and to work out both the similarities and the differences. After an introductory presentation of the legislative bodies and the division of competences in the field of legislation, the various stadiums of the legislative procedure are discussed in detail. There are hardly any notable differences concerning the general rules of the legislative initiative, the pre-parliamentary stadium, the promulgation, the entry into force and the scope of laws. The situation is different with the parliamentary phase. The two-chamber system is realized in both states but the participation powers of the second chamber, which represents the member states, are regulated differently. According to the constitution of Switzerland both chambers of parliament are explicitly equal, in Austria the second chamber basically has a suspensive veto whereas the final decision in the legislative procedure is up to the first chamber. A special case of the legislative procedure is the revision of the constitution. In compliance with the relevant regulations, in both states the revision is possible anytime. Differences exist in the understanding of partial and total revision of the constitution. In Switzerland formal criteria are used for distinction, whereas in Austria it depends on material criteria. Finally there is a representation of direct democratic instruments. The popular initiative and the referendum exist in both states, the official opinion poll can only be found in Austria. On the whole, in Switzerland direct democratic rights based on the principle of popular sovereignty have greater significance than in Austria.