Titelaufnahme

Titel
Zentralistische und dezentralistische Entwicklungen im Prozess der Globalisierung / Clemens Maria Fink
Verfasser/ VerfasserinFink, Clemens Maria
Begutachter / BegutachterinPrisching, Manfred
Erschienen2013
Umfang140 S. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst., Kat.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Globalisierung / Dezentralisation / Globalisierung / Dezentralisation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63901 Persistent Identifier (URN)
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Zentralistische und dezentralistische Entwicklungen im Prozess der Globalisierung [2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

"Globalisierung" zeichnet sich immer schon durch das signifikante Wechselspiel zwischen zentralistischen Entwicklungen einerseits und dezentralen Tendenzen andererseits aus. Auch heute führt dies in vielen Bereichen zu einer starken Vernetzung von weltweit wirksamen Systemen. Eine Entwicklung, die auch kritisch zu bewerten ist, insbesondere wenn sie die modernen gesellschaftlichen Bedürfnisse nach Energie und Information betrifft. Dabei gibt es unterschiedliche wissenschaftliche Theorien darüber, was einen Systemkollaps auslösen kann und welche Faktoren hierbei wirksam werden können. Entscheidend ist die Ausprägung der Vulnerabilität und der Resilienz eines Systems, die darüber bestimmen wie es auf Störungen reagiert. Eine Möglichkeit den unweigerlichen Abhängigkeiten der Zentralisierung zu entgehen und Zusammenbrüche zu vermeiden wäre folgerichtig dezentralisierte Strukturen zu forcieren. Es zeigt sich jedoch, dass "echte" Dezentralisierung nur unter bestimmten Voraussetzungen wirklich als Alternative umsetzbar ist und diese in einigen Fällen nur zu einer Verschiebung der Problematik führt. Verwertbare Ergebnisse setzen aufgrund der Vielzahl möglicher Untersuchungsgegenstände eine strikte inhaltliche Beschränkung der Arbeit voraus. Die eingehende Analyse zweier sorgfältig ausgewählter Fallbeispiele aus den Bereichen Energie und Information erbrachte dabei Resultate, die neben entscheidenden Faktoren der Systemstabilität auch das vage Konzept der Dezentralisierung kritisch hinterfragt. Um einen potentiell fatalen Kollaps wichtiger Versorgungsstrukturen bestmöglich auszuschließen müssen Alternativen gefunden werden, die die Schwächen der etablierten Systeme vermeiden ? das trifft jedoch nur auf einige der behandelten Ansätze praktisch zu. Die Ergebnisse lassen es so insgesamt fraglich erscheinen, ob verstärkt dezentralistische Ansätze - sofern sie als solche definiert werden können - den gegebenen, zentralisierten Strukturen tatsächlich überlegen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

"Globalisation" has always been characterized by a distinctive, simultaneous process of centralisation as well as decentralisation. Today, those developments have led to strong ties between interacting systems on a global scale.Considering the potential negative consequences of those structures, there has to be a critical reflection as well. Especially if those centralized systems are a crucial part of satisfying essential needs of modern, "western" societies. Scientific studies provide a variety of explanations about what can trigger a system collapse and which contributing factors could come into effect. The degree of vulnerability and resilience that a certain system holds and that determines how it may react to the influence of disturbances is essential in any case. Therefore, to avoid collapse and the inevitable dependencies that come with centralisation, the fortification of decentralised structures appears to be wise. It turns out "real" decentralisation requires certain circumstances in order to work as an alternative and sometimes just shifts the actual problem. Given that there are plenty of possible developments becoming apparent, a usable outcome implies a strict limitation of the number of subjects within the paper. The analysis of two well-chosen examples provided results that question the vague concept of decentralisation and explore decisive factors of system stability. To prevent a potential fatal collapse of vital supply structures, alternatives which lack the weakness of established systems are to be found. Yet, only a few of the approaches manage to do so.So, the results altogether question the superiority of decentralised approaches (given that they can even be defined as such) to established, centralised structures.