Titelaufnahme

Titel
Zwischen Gesetz und Konvention : Italienisches Sängervertragswesen zu Beginn des 19.Jahrhunderts / vorgelegt von Julia Eder
Verfasser/ VerfasserinEder, Julia
Begutachter / BegutachterinWalter, Michael
Erschienen2014
Umfang73 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + DVD
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Italien / Opernsänger / Arbeitsvertrag / Geschichte 1800-1850 / Italien / Opernsänger / Arbeitsvertrag / Geschichte 1800-1850 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63705 Persistent Identifier (URN)
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Zwischen Gesetz und Konvention [0.49 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der italienischen Vertragspraxis von Opernsängern und Opernsängerinnen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Italien bestand zu dieser Zeit aus mehreren, voneinander unabhängigen Staaten, die zwar eine geografische, jedoch keine politische Einheit waren. Die Etablierung eines Theatergesetzes war somit erst nach der Nationsgründung im Jahr 1861 möglich. Da die Opernhäuser unter verschiedenen Eigentumsverhältnissen standen, waren sie unterschiedlichen Restriktionen unterworfen. Um dennoch einen einheitlichen Produktionsablauf an den italienischen Opernbühnen zu ermöglichen, regelten Gesetze und Konventionen gleichermaßen den Opernalltag. Die daraus resultierende, unsichere Rechtslage, führte zu einem erhöhten Aufkommen von Gerichtsverfahren. Auch für Opernsänger ergaben sich Unannehmlichkeiten, denn trotz einer zunehmenden Verbindlichkeit der Verträge, entsprachen diese vorwiegend organisatorischen Vereinbarungen und die Einhaltung der Verträge sowie der gesetzlichen Regelungen, war maßgeblich vom guten Willen aller Beteiligten abhängig. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Überblick über die Produktionsmechanismen und die Rechtssituation an den italienischen Opernbühnen zu verschaffen, und anhand der Untersuchung zweier Sängerverträge des Teatro La Fenice (Venedig), die damalige Vertragspraxis sowie die Schwierigkeiten, die sich aufgrund des Bestehens von Gesetz und Konvention für die italienischen Opernsänger und Opernsängerinnen ergaben, darzustellen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present work deals with the practice of contracting male and female singers to the Italian opera stage at the beginning of the 19th century. At this time Italy was a geographical, rather than political union, consisting of several independent states, and the establishment of a standardised theater law was only possible after the nation's official founding in 1861. During this time the previous legislations were inadequate and the Opera scene were heavily hampered by the political and geographical instability of Italy. In order to allow a homogeneous opera production, it was strictly regulated by conventions. This often resulted in a legally uncertain situation creating difficulties for singers, especially well-known singers, who were contractually employed by the Opera Houses for only a few months at a time. This then led to an increase in legal proceedings as singers and Opera companies struggled with one another over the finer details of the contracts. Under this system the singers' contracts observed guidelines rather than strict rules which were adapted to suit the wishes and demands of individuals as well as to the changing circumstances of the opera company. Of greatest importance was the commitment from both parties to adhere to the rules and regulations of everyday operatic life. The aim of this paper is to give an overview of these legal situations in the Italian opera scene by examining two different contracts from the Teatro La Fenice (Venetian Opera) which identify the unique difficulties singers and opera companies faced as a direct result of working under both the older individual conventions and the new Italian laws.