Titelaufnahme

Titel
Das Pferd in der europäischen Malerei der Neuzeit / vorgelegt von Yvonne Muratha
Verfasser/ VerfasserinMuratha, Yvonne
Begutachter / BegutachterinStadlober, Margit
Erschienen2014
Umfang155 S. : ZSfassung (2 Bl.) ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Pferd <Motiv> / Malerei / Pferd <Motiv> / Malerei / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63658 Persistent Identifier (URN)
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Das Pferd in der europäischen Malerei der Neuzeit [10.77 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit widmet sich als kunstwissenschaftliche Abhandlung ganz dem Pferd und seiner Bedeutung im Wandel der Zeit. Grundlegendes Ziel war es, zu zeigen, welchen Einflüssen dieser Wandel unterlag. Unter dem primären Aspekt der Pferdebeurteilung fanden vor allem die Stilanalyse und die Ikonographie als Methoden Verwendung. Anhand ausgewählter Werke werden diverse Einflüsse fassbar gemacht. So konnte gezeigt werden, dass Pferde im sakralen Kontext, obwohl seltenes Bildmotiv, fast ausschließlich Schimmel waren. Aber auch die Gesellschaft selbst bzw. die Mode hatten erheblichen Einfluss auf die Pferdedarstellung. Dies verdeutlichen die Herrscherportraits des Barock. Die hohe Schule wurde, bedingt durch das Wiederentdecken antiker Lektüren modern. Der damalige Zuchtstandart übte ebenso Einfluss auf die Darstellung aus. Adelige Leute ließen sich nur auf modernen Rassen wie Spaniern und Orientalen abbilden. In den Niederlanden war es in besonderer Weise das Bürgertum, das nach Genrebildern verlangte und so Wegbereiter für eine neue Art von Pferdedarstellung war. In England wiederum waren es die sportlichen Aktivitäten des Adels, durch die eine einzigartige Malschule entstand. In späterer Folge nahm auch die Technik Einfluss. Die Momentaufnahmen von Eadweard Muybridge lösten das Geheimnis um die Bewegungen des Pferdes. Das 20. Jh. brach alle vorgefertigten Schemata auf. Die Pferdedarstellung unterlag allein der Willkür des Künstlers. Die hippologische Sichtweise wird immer wieder herausgehoben. Es wurde versucht zu erläutern, wo anatomisch Fehler begangen wurden, ohne jedoch wertend zu sein. Nach dem Lesen dieser Arbeit könnte man glauben, dass die Symbolik rund um das Pferd bereits voll ausgeschöpft wurde. Dem ist aber nicht so. Man betrachtet ein Pferd. Emotionen gehen damit einher, unweigerlich. Das macht das Pferd so unfassbar, so unbegreiflich für uns. Im Grunde ist es noch immer ein Geheimnis und deshalb wird es auch immer seinen Platz in der Kunst haben.

Zusammenfassung (Englisch)

This work is dedicated to the horse and its significance during the change of time. The general goal is to show how this change has been influenced. With regard to horse assessment, style analysis took place and iconography was used as a method. Carefully chosen art works have displayed the different influences. Therefore, it has shown that horses which were used in sacral contexts were nearly all white horses. The society as well as the fashion also had an enormous influence on the portrayal of the horse. This can be seen in portrays of rulers during baroque times. The modernisation of the classical dressage was partly caused by the rediscovery of ancient lectures. The breed standard also influenced the performance. Aristocrats were only portrayed on breeds such as Spaniards or Orientals. In the Netherlands, on the one hand, especially the bourgeoisie wanted genre arts and, thus; they are considered to be the pioneers for a new way of portraying horses. In England, on the other hand, the sport activities of the aristocrats was significant, which also led to the establishment of a unique art school. Later on the development of techniques were of high importance. The snapshot by Eadweard Muybridge solved the secret around the movement of the horse. The 20th century destroyed all fixed schemas that had been known until then. The portrayal of the horses started to underlie the artist?s arbitrariness. The hippological point of view will often be displayed within the work. I tried to establish where anatomical mistakes had been made without being judgemental. After reading this work one could believe that the symbolism around the horse has already been absolutely exhausted. However, this is not the case. If one observes a horse, emotions will come along no matter what. That is the reason which makes the horse so unbelievable and untouchable for human beings. It is still a secret and therefore it will always have its place in art.