Titelaufnahme

Titel
Cyberaußenpolitik : Völkerrechtliche Fragen an der Schnittstelle Internet und Außenpolitik / Stefan Preitler
Verfasser/ VerfasserinPreitler, Stefan
Begutachter / BegutachterinBenedek, Wolfgang
Erschienen2014
UmfangV, 92 Bl. : Zsfassung (1 Bl.) ; Kt., Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Cyberspace / Außenpolitik / Völkerrecht / Cyberspace / Außenpolitik / Völkerrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63594 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Cyberaußenpolitik [1.48 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Cyberaußenpolitik ist ein neuer Begriff, der die außenpolitischen Handlungen von Staaten in Bezug auf den Cyberspace umfasst. Die Arbeit definiert diesen Begriff und bietet einen Überblick über die wesentlichen Problemfelder der Cyberaußenpolitik Internetregulierung, Menschenrechte, Cybersecurity und Ediplomacy. Zum Vergleich der Ansätze der Staaten wurden Österreich, Deutschland, die EU, die Vereinigten Staaten von Amerika, Russland und China herangezogen. Die Strategien dieser Staaten werden anhand des Völkerrechts, des Völkergewohnheitsrechts und des soft law beurteilt. Die Staaten versuchen ihren Einfluss auf die Regulierung und Funktionsweise des Internets auszudehnen, die momentan durch ein Multistakeholder-Modell wahrgenommen wird. Im Sommer 2013 wurde medial aufgearbeitet, dass viele Staaten Überwachungsprogramme unterhalten. Hier untersuchte ich die zwei wesentlichen Grundrechte auf Schutz der Privatsphäre und Schutz der Meinungsäußerungsfreiheit auf ihre Durchsetzbarkeit und ihre Wahrnehmung in der Außenpolitik der Staaten. Der Sicherheitsbereich ist völkerrechtlich eine Grauzone, da hier viele Bemühungen in die Richtung einer Regulierung zu sehen sind, aber unterschiedliche Auffassungen bestehen. Bekannte Zwischenfälle wurden untersucht und die Schwierigkeit der Zurechenbarkeit verdeutlicht. Das letzte untersuchte Feld ist das der Ediplomacy, die ebenfalls ein sehr neuer Begriff ist. Hier wurden die Ansätze der Staaten und die Auswirkungen auf die klassische Diplomatie bearbeitet.Das Internet bietet viele Möglichkeiten, das Völkerrecht nachhaltig zu beeinflussen. Jedoch stehen die westliche Welt und aufstrebende Industrienationen auf unterschiedlichen Standpunkten zu zentralen Fragen. Auch wächst durch das Internet der Einfluss der Zivilgesellschaft, was zu einer Demokratisierung und Individualisierung des Völkerrechts führen kann. Der Ausgang dieser Entwicklungen ist noch völlig offen.

Zusammenfassung (Englisch)

Cyber foreign policy is a new term, which defines states actions regarding cyberspace. This thesis defines that term and provides an overview on the central challenges of internet regulation, human rights, cybersecurity and digital diplomacy. The strategies of Austria, Germany, the European Union, the United States of America, Russia and China were compared for these topics. The state?s approaches were assessed in regard of international law, international customary law and soft law.The states try to extend their influence on regulation and functionality of the internet, which is currently realized with a multi-stakeholder approach. In summer 2013 it became publicly known, that many states fund internet surveillance programs. I researched on the two fundamental human rights of protection of privacy and freedom of speech, whether and how they can be enforced and how they are administered in the states foreign policies. The field of cybersecurity is a rather opaque area, where many efforts on a general regulation can be identified but fundamental disparities of states opinions are evident. Popular incidents will be discussed and the major issue of attribution will be illustrated. The last area is digital diplomacy, which is a rather new phenomenon too. The states approaches have been researched and the effect on classic diplomacy will be discussed in this part.The internet provides several opportunities to change international law fundamentally, but the west and rising industrial nations represent different point of views. In addition, the influence of civil society via the internet is on a rise, which can lead to a democratization and individualization of international law. However, it is not clear, which outcomes can be expected from those developments.