Titelaufnahme

Titel
Aneignungsstrategien von Migrantinnen in Graz : ein ethnologischer Versuch zum methodischen Verstehen / vorgelegt von Stephanie Stübler
Weitere Titel
Strategies of appropriation used by female migrants in Graz : an ethnological attempt to methodical understanding.
Verfasser/ VerfasserinStübler, Stephanie
Begutachter / BegutachterinEisch-Angus, Katharina
Erschienen2014
Umfang106 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Graz / Einwanderin / Soziale Integration / Graz / Einwanderin / Soziale Integration / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63473 Persistent Identifier (URN)
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Aneignungsstrategien von Migrantinnen in Graz [0.65 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Themen Migration und Integration sind beinahe täglich Gegenstand eines brisant geführten, gesellschaftspolitischen Diskurses. Integration wird oft als Bringschuld der MigrantInnen verstanden, anstatt von einem gegenseitigen Aufnahmeprozesses von Aufnahmeland und MigrantInnen auszugehen. Diese Arbeit analysiert anhand qualitativer Methoden zwei individuelle Integrationsprozesse von Migrantinnen, beide aus dem ehemaligen Jugoslawien, beide in Graz. Die erkenntnisleitende Fragestellung wird dabei auf die von ihnen angewandten Aneignungsstrategien der neuen Lebensumwelt fokussiert. Da sich das Leben der Migrantinnen in einem transnationalen, in mancher Hinsicht entgrenzten Raum zwischen Jugoslawien und Österreich abspielt, galt es auch den lebensgeschichtlichen Kontext der früheren sozialistischen Ideologie und Alltagswelt Jugoslawiens mit zu beleuchten. Meine Begegnungen im Feld haben gezeigt, dass Identität ein fluider Prozess ist der sich fortlaufend wandelt. Die Beziehung zur ehemaligen Heimat und der Umgang mit dem Gefühl Heimweh können eine kompensatorische Funktion einnehmen und die Aneignung des Lebensraumes Graz nachhaltig beeinflussen und durchaus auch erleichtern. Als wesentliche Bemächtigungsstrategien der beiden Frauen traten der Umgang mit und Erwerb von eigenen Sprachkompetenzen, sowie die aktive Erwerbsarbeit ins Zentrum der Analyse. Ziel der Arbeit war es, ein Verständnis für die Lebenswelt meiner Gesprächspartnerinnen in Hinblick auf ihren Integrationsprozess zu entwickeln. Dabei hat sich gezeigt, dass der Aneignungsprozess einen individuellen Mix aus Strategien erfordert, der sowohl von der sozialistischen Vergangenheit, als auch den aktuell vorgefundenen Herausforderungen und Bedingungen beeinflusst wird. Meinen Erkenntnissen zufolge greifen quantitative Erhebungsmethoden nicht tief genug, um solche komplexe Integrationsprozesse zu untersuchen, weshalb sich abermals die Notwendigkeit der lebensnahen Zugänge unseres Faches zeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

Migration and integration are almost daily subjects of a sociopolitical discourse. Especially the debate concerning integration leads to public controversies. In the view of the public, integration is still considered being a part of a migrants duties instead of being understood as a reciprocal process between migrants and their host society. This thesis examines the individual process of integration of two women from former Jugoslavia in Graz, using qualitative methods. The question guiding this study focuses on strategies of appropriation, used by the two women. Their life takes place in an transnational space to which the geographical borders of former Jugoslavia and Austria do not apply. Therefore it is imperative to take the socialist ideology of Jugoslavia into consideration. My findings indicate that identity has to be seen as a fluid concept, which underlies constant changes due to different identity projects and their evaluation. The relationship to the former homeland and the handling of feelings like homesickness can act as a compensating function and aid the appropriation of Graz as their habitat. As main strategies of empowerment, language and the process of its acquisition, as well as gainful employment, became the focus of this analysis. The objective of this thesis, was to assure an understanding of the two women?s habitats, in respect of their process of integration, through qualitative research. It turned out that, the process of appropriation, requires a set of different strategies, which is influenced by their socialist past as well as current challenges. Based on my insights, quantitative research methods as well as universal theories are not best equipped to deal with the complex process of integration, therefore reinforcing the necessity of our field of study and its true-to-life approach.

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