Titelaufnahme

Titel
Governance structures in (global) supply chains / Anna Ressi
Verfasser/ VerfasserinRessi, Anna
Begutachter / BegutachterinKopel, Michael
Erschienen2014
UmfangIII, 80 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Supply Chain Management / Governance / Supply Chain Management / Governance / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63390 Persistent Identifier (URN)
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Governance structures in (global) supply chains [12.92 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit zielt darauf ab, Governance Strukturen aufzudecken, die Unternehmen dazu einsetzen können, Partner innerhalb ihrer Lieferkette oder konkurrierende Unternehmen strategisch zu beeinflussen. Zuerst wird gezeigt, wie durch die Organisation des Beschaffungsvorgangs die Wettbewerbsintensität verringern werden kann. Ein weiteres Ergebnis dieser Arbeit ist, dass Governance Strukturen, welche auf den ersten Blick mit Selbstsabotage in Verbindung gebracht werden, sich schlussendlich als vorteilhaft erweisen können. Der Grund hierfür ist, dass bewusst vermittelte Schwächen zu weniger aggressivem Wettbewerbsverhalten oder zu günstigeren Beschaffungsbedingungen führen. Zu guter Letzt wird die Frage behandelt, ob Governance Strukturen, welche eine Marktführerschaft mit sich bringen beziehungsweise dem konkurrierenden Unternehmen die Marktführung überlassen, die höchsten Profite versprechen. In diesem Zusammenhang deckt diese Masterarbeit auf, dass einige Modelle in der Distributionsmanagementliteratur Nachfragefunktionen mit unvollständig substituierbaren Produkten verwenden, welche ad-hoc aufgestellt wurden und zu irreführende Schlussfolgerungen in Bezug auf die Ergebnisse komparativer Statik führen. Aus diesem Grund wähle ich einige dieser Modelle aus, ersetze die irreführende mit der mikroökonomisch fundierten Nachfragefunktion und berechne die Ergebnisse der betreffenden Modelle neu. Dies zeigt zu allererst, dass die grundlegenden Aussagen dieser Arbeiten gleich bleiben. Allerdings führt in den ursprünglichen Modellen die Ableitung der Gleichgewichtsprofite nach dem Differenzierungsparameter zu der unsinnigen Schlussfolgerung, dass Unternehmen von höherer Wettbewerbsintensität profitieren. Im Gegensatz dazu deuten die Neuberechnungen auf das gegenteilige und somit auch auf das empirisch fundiertere Resultat hin. Der Differenzierungsparameter in den ursprünglichen Modellen sollte somit eher als Kollusionsparameter interpretiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis aims at revealing governance structures a firm can use to strategically influence supply chain members and/or competitors in a beneficial way. First of all, I show how firms can use the organization of their sourcing process to influence the intensity of competition in a beneficial way. Furthermore, governance structures that at first sight seem to result in self-sabotage, for example in terms of high production costs or reduced flexibility through pre-commitment, eventually prove to be beneficial. Deliberately conveyed weakness either leads to less aggressive behavior in the final goods market or to more preferable input terms on the part of the supplier. Last but not least, it will be examined whether governance structures which imply being a market leader or structures which imply being a market follower promise the highest profits in a distribution channel. However, the relative benefit of a market leader- and followership is often influenced by the degree of product differentiation. In this context, many papers in the distribution channel management literature incorporate demand functions with imperfectly substitutable products formulated ad-hoc, which generate misleading results in terms of comparative statics. That is why I select a few papers, replace the misleading with the correct and microeconomically substantiated demand function and recalculate the regarding models. This leads to the conclusion that the papers? basic propositions remain the same. However, in the original models, differentiating equilibrium profits with respect to the parameter of product substitutability leads to the nonsensical result that firms benefit from higher levels of competition. In contrast, the recalculated models indicate the reverse and thus the more empirically founded result. For this reason, the differentiation parameter in the original models should be more reasonably interpreted as being a collusion parameter.