Titelaufnahme

Titel
Flechtenkundliche Untersuchungen in Gletschervorfeldern der Ostalpen / vorgelegt von Anja Wallner
Verfasser/ VerfasserinWallner, Anja
Begutachter / BegutachterinMayrhofer, Helmut
Erschienen2014
Umfang85 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + DVD ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ostalpen / Gletschervorfeld / Flechten / Ostalpen / Gletschervorfeld / Flechten / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63321 Persistent Identifier (URN)
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Flechtenkundliche Untersuchungen in Gletschervorfeldern der Ostalpen [1.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die globale Klimaerwärmung sorgt für einen kontinuierlichen Gletscherrückzug der Gletscher in den Ostalpen, wodurch die Gletschervorfelder immer größer werden und sich neue ökologische Nischen für Pionierorganismen bilden. Die Diversität und die Häufigkeit von bodenbewohnenden und auf Pflanzenresten siedelnden Flechten wurden in zwei Gletschervorfeldern der Ostalpen untersucht: Pasterze (Kärnten) und Gaisbergferner bei Obergurgl (Tirol). Geomorphologie, Geologie, Vegetation, Klima und Glaziologie der Untersuchungsgebiete werden kurz vorgestellt.Drei Bereiche wurden mit zunehmender Entfernung von der Gletscherfront ausgewählt. Der erste Bereich fiel mit dem ersten Auftreten von Flechten zusammen, die beiden anderen liegen ca. 1000 m bzw. ca. 1300-1500 m von der Gletscherfront entfernt. In jedem Bereich wurden fünf zufällig angeordnete Aufnahmeflächen unterschiedlicher Lage ausgewählt mit jeweils einer Fläche von 1 m2 unterteilt in 100 Quadrate von 1 dm2. Die Seehöhe, Exposition und Neigung dieser Flächen wurden notiert. Alle in den Aufnahmeflächen vorkommenden Flechten wurden gesammelt und ihre Häufigkeit in den Quadraten erhoben. Die gesammelten Proben wurden im Labor präpariert und unter Einsatz von Lichtmikroskopen und/oder Dünnschichtchromatographie bestimmt.Im Gletschervorfeld des Gaisbergferners wurden 41 und im Vorfeld der Pasterze 35 Flechten nachgewiesen. Die Artendiversität und die Häufigkeit nahmen in beiden Gletschervorfeldern mit zunehmender Entfernung zur Gletscherfront zu. Zwischen dem ersten und dritten Bereich kam es zu mehr als einer Verdreifachung der Artenzahl. Die unterschiedliche Artenzusammensetzung ist vorwiegend auf die verschiedene Gesteinszusammensetzung der Gletschervorfelder zurückzuführen.Die vorliegende Studie ist Teil eines größeren Forschungsvorhabens. Daher wurden auch die Arten und ihre Häufigkeit von zwei Gletschervorfeldern in Südtirol als Anhang aufgenommen.

Zusammenfassung (Englisch)

Global warming is causing a continuous retreat of the glaciers in the Eastern Alps. Glacier forefields are increasing and providing new ecological niches for pioneer organisms. The diversity and frequency of the lichens growing in soil and plant debris were investigated in two glacier forefields of the Eastern Alps: Pasterze (Carinthia) and Gaisbergferner near Obergurgl (Tyrol). The geomorphology, geology, vegetation, climate and glaciology of both of these areas are introduced.Three sampling sites were established along an increasing distance from the glacier. The first sampling site was set up where the first lichens appeared. The second and third sampling sites were located 1000 m and 1300-1500 m from the glacier, respectively. Five 1 m plots divided into 100 1 dm quadrates were selected randomly at each site. The altitude, exposition and the inclination of the plots were recorded. Specimens were collected from each species from all plots and the frequency of lichens was noted. The specimens were prepared and verified using light microscopy techniques and/or thin-layer chromatography (TLC). 41 lichen taxa were discovered in the Gaisbergferner glacier forefield and 35 in the Pasterze forefield. The species diversity and the frequency increased with increasing distance from the glacier in both glacier forefields. The observed number of species had more than tripled between the first and last sampling sites. The difference in species composition depended predominantly on the rock composition of the glacier forefield. Because this study is part of a larger project, the species and their frequencies of two glacier forefields in South Tyrol were included as an appendix to the thesis.

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