Titelaufnahme

Titel
Interkulturelles Zusammenleben in Schulen / Christoph De Marinis ; Victoria Zotter
Verfasser/ VerfasserinDe Marinis, Christoph ; Zotter, Victoria
Begutachter / BegutachterinHöllinger, Franz
Erschienen2014
Umfang160 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Interkulturalität / Schule / Interkulturalität / Schule / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63261 Persistent Identifier (URN)
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Interkulturelles Zusammenleben in Schulen [1.21 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Österreich muss sich zunehmend mit den Herausforderungen anhaltender Zuwanderung und der sozialen Integration von Menschen mit anderem kulturellen und sprachlichen Hintergrund beschäftigen. Der steigende Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund stellt das österreichische Schulsystem vor eine Reihe von Herausforderungen. Im Zuge dieser Arbeit wurde diese Problematik in drei Erhebungsschritten untersucht: Im ersten Schritt wurden die Aktivitäten des Integrationsprojekts IKU an vier Schulen beobachtet. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, interkulturelles Lernen durch erlebnispädagogische Workshops zu fordern. Im Anschluss an die Projektwoche wurden Gespräche mit PädagogInnen über den Schulalltag mit kultureller sowie sprachlicher Diversität und ihre Lösungsstrategien geführt. Kinder mit Migrationshintergrund müssen zugleich die komplexen Anforderungen der sozialen Integration in die Gesellschaft und des Erwachsenwerdens bewältigen. Ihre familiären Werte stehen zum Teil in Kontrast zu jenen der Mehrheitsgesellschaft, ein Zustand der für PädagogInnen in kulturellen Konflikten in der Schule sichtbar wird. Sprachliche Fähigkeiten spielen eine wichtige Rolle im Schulalltag, die Bedeutung der Muttersprache wird jedoch unterschiedlich wahrgenommen. Die Ergebnisse der Gespräche in den Schulen wurden als Ausgangspunkt für Interviews mit ExpertInnen aus MigrantInnenorganisationen und der Integrationspolitik herangezogen. Die Integrationspolitik in Österreich setzt große Hoffnungen in eine gezielte Sprachförderung in Deutsch, aber auch das Schulsystem als Ganzes müsse lernen, besser mit Diversität umzugehen. Dabei wird vor allem die Bedeutung von intensiver Elternarbeit betont. Das Grundproblem wird doch in der sozialen und ethnischen Segregation gesehen, welche sich durch das Schulsprengelsystem verschärft und reproduziert. Diese Situation wird vor allem für SchülerInnen mit Migrationshintergrund aus der sozialen Unterschicht zum Nachteil.

Zusammenfassung (Englisch)

Austria has to face the challenges of persistent immigration and social integration of people with different cultural and linguistic backgrounds. The increasing share of children with migrant background creates a series of challenges for the Austrian education system. In our thesis this problem was investigated in three steps: In the first step, we observed the activities of a project which tries to promote intercultural learning in schools by means of workshops based on experiential education-methods. Subsequent to the project week we spoke with teachers about everyday school life with cultural and linguistic diversity and their solution strategies. Children with migrant background have to cope with the complex challenges of social integration into the society and growing up at the same time. Their family values are at times contradistinctive to the values of the majority society. For teachers this becomes visible in cultural conflicts in schools. Linguistic competencies are playing a key role in everyday school life, the value of the mother tongue has been seen different though. The outcomes of these interviews in the schools have been the starting point for the discussions with experts from migration organisations and integration politics. The Austrian integration politics put great expectations in specific assistance to linguistic competencies in German, but the education system as a whole has also to learn how to better deal with diversity. In this regard especially intensive work with parents is seen as very important. The main problem nevertheless seems to be the social and ethnic segregation which reproduces itself through the school attendance constrictions. For pupils with migrant background out of the lower social class this situation becomes a disadvantage.