Titelaufnahme

Titel
European Union research funding : priority setting in the social sciences and humanities / Rafael Yann Schögler
Verfasser/ VerfasserinSchögler, Rafael Yann
Begutachter / BegutachterinFleck, Christian ; Scherke, Katharina
Erschienen2013
UmfangVII, 230 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Europäische Union / Forschungspolitik / Sozialwissenschaften / Europäische Union / Forschungspolitik / Sozialwissenschaften / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63088 Persistent Identifier (URN)
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European Union research funding [2.95 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit 1994 unterhält die Europäische Union (EU) mehrjährige Forschungsprogramme mit dezidierten sozial- und geisteswissenschaftlichen Themenschwerpunkten. Die Dissertation zeigt, wie sich die Reichweite, Finanzierung und Förderungsinstrumente weiterentwickelt haben und wie diese Entwicklungen in einem Zusammenhang mit den Veränderungen der Rolle von Forschungspolitik in der EU stehen. Die unterschiedlichen AkteurInnen ? Institutionen der EU, Stakeholder und Öffentlichkeit ? werden hinsichtlich ihrer Rolle in der Prioritätensetzung untersucht. EU-Forschungspolitik hat sich von einem wirtschaftspolitisch dominierten zu einem eigenständigen Politikbereich entwickelt. In der Arbeit wird ein analytisches Konzept entworfen, welches eine Unterscheidung zwischen Elementen der Forschungspolitik, die auf andere (Politik-)Bereiche abzielen und solche Elementen, die auf die Institutionen der Wissenschaft an sich abzielen, ermöglicht. Zweitens, wird die Rolle der AkteurInnen anhand von Konzeptionen der Zivilgesellschaft aus Theorien der deliberativen Demokratie interpretiert. Drittens, nutzt die Arbeit Konzepte der Wissenschaftssoziologie ? wie sozial robustes Wissen und die Kontextualisierung von Wissen ? zur Interpretation der Themenschwerpunktprogramme aus Sicht der wissenschaftlichen Wissensproduktion. Die empirischen Untersuchungen und Beobachtungen zeigen, zum einen, dass die EU Forschungspolitik durch andere Politikbereiche dominiert bleibt. Zum anderen, dass die Einbeziehung der Öffentlichkeit in die Politik im Diskurs der EU, insbesondere im Rahmen der Forschungspolitik, hervorgehoben wird, jedoch diese diskursiven Äußerungen nur beschränkt in die Praxis umgesetzt werden. Aus der Analyse der Prozesse und Praktiken zeigt sich, dass der Kreis an involvierten AkteurInnen eng definiert bleibt und dass die Einführung neuer Themenschwerpunkte von Entwicklungen der EU Politik allgemein abhängen, so dass auch der Grad an Veränderung der Ausschreibungstexte eingeschränkt bleibt.

Zusammenfassung (Englisch)

Since 1994, the European Union?s (EU) multiannual research programmes contain dedicated thematic social sciences and humanities (SSH) priorities. This thesis shows how the scope, means for funding and the policy instruments used to fund SSH research in these programmes have broadened and developed hand in hand with the changing function of research policy in the EU. The role of different actors ? the institutions of the EU, stakeholders and the wider public ? in priority setting of EU research funding are studied. EU research policy has evolved from being primarily a means to support economic policies to constituting a policy in its own right. The conceptions used to investigate this change and the roles of different actors are based on: first, an analytical differentiation between elements of research policy with the aim of supporting other policies and elements of research policy aiming at the institutions of research per se. Second are conceptions of the actors participating that are connected with notions of civil society found in theories of deliberative democracy, and third are ideas relating to the sociology of knowledge such as socially robust knowledge and the social contextualization of knowledge-making to interpret targeted research programmes in the light of knowledge-making. The empirical findings and observations of this thesis suggest, first, that research policy remains dominated by other aims. Second, the discourse of the EU institutions proclaiming the need to include stakeholders in decisions that affect them is particularly emphasized in research policy documents. Third, the practices of research policy-making on different levels only include stakeholders up to a certain degree, while SSH research programmes remain closely tied to the introduction of new policy dimensions on the EU level. Thus, the malleability of research targets in specific calls for proposals remains restricted to the boundaries set by the overarching policy dimension.

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