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Title
Zu einem europäischen Beweisrecht : Grenzüberschreitende Beweisgewinnung und -verwertung in der EU / vorgelegt von Julia Steiner
AuthorSteiner, Julia
CensorSchick, Peter
Published2014
DescriptionVI, 54, XIII Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Europäische Union / Beweis / Recht / Europäische Union / Beweis / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-63029 Persistent Identifier (URN)
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Zu einem europäischen Beweisrecht [0.81 mb]
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Abstract (German)

Die Vollendung des Binnenmarktes brachte nicht nur Vorteile mit sich, sondern erleichterte auch transnationale Kriminalität innerhalb des Unionsgebietes. Diese Entwicklung macht eine verstärkte justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen notwendig, zu der es bereits im Stadium des Ermittlungsverfahrens kommen sollte. Dadurch soll eine effektive Beweisgewinnung über die Binnengrenzen der Union hinaus ermöglicht werden. Die vorliegende Arbeit gibt zunächst einen umfassenden Überblick über das gegenwärtig herrschende System dieser grenzüberschreitenden Beweisgewinnung. Es besteht aus rechtshilferechtlichen Übereinkommen sowie aus Rechtsakten, die auf dem Prinzip der gegenseitigen Anerkennung beruhen, welches genauer zu erläutern ist. Anschließend werden die Schwächen des herrschenden Systems beleuchtet, die wiederum Ausgangspunkt für Pläne zu seiner Erneuerung bilden. Zentrales Anliegen ist dabei, die bestehenden Rechtsgrundlagen durch ein einziges europarechtliches Instrument, basierend auf dem Prinzip der gegenseitigen Anerkennung, zu ersetzen. Dementsprechend wurde der Vorschlag einer Richtlinie über die Europäische Ermittlungsanordnung in Strafsachen eingebracht, der eingehend erläutert und insbesondere auf Probleme, die sich aus seiner Umsetzung ergeben könnten, untersucht werden soll. Dabei steht aber nicht nur die durch den Richtlinienvorschlag geregelte grenzüberschreitende Beweisgewinnung im Mittelpunkt der Betrachtungen, sondern auch dessen Ziel die Verwertung der auf diese Weise erlangten Beweise im nationalen Verfahren. Mit der vorliegenden Arbeit soll also der komplexe Vorgang der grenzüberschreitenden Beweiserhebung und -verwertung in der EU anhand der gegenwärtig geltenden Rechtsgrundlagen sowie seiner zukünftigen Regelung eingehend dargestellt werden.

Abstract (English)

The completion of the internal market not only led to benefits, but also facilitated transnational Crime within the European Union. This development makes it necessary to strengthen the judicial cooperation in criminal matters, which should already occur at the stage of preliminary proceedings. It should lead to the effective gathering of evidence across the internal borders of the EU. In a first step, the thesis provides a comprehensive overview on the present system of this cross border gathering of evidence. It is composed of Conventions established on mutual assistance and legal instruments based on the principle of mutual recognition, which shall be further explained. Subsequently the weaknesses of this system are highlighted. They are the starting point for plans of a renewal of the present system. The main concern is the replacement of the existing legal grounds with a single instrument, based on the principle of mutual recognition. Thus a Directive regarding the European Investigation Order in criminal matters was proposed, which shall be examined in detail with special regards on problems that may arise from its implementation. In this context not only the cross border gathering of evidence, governed by the proposed Directive, shall be central but also its main goal the use of the evidence collected through the manner of the national procedure. Therefore the present thesis shall depict the complex process of cross border gathering and use of evidence in the EU, on the basis of present legal grounds as well as its future provision.