Titelaufnahme

Titel
Graffiti, Pop und Kunstmarkt : eine kulturhistorische Analyse zur Akzeptanz der "Low Art" und ihr Aufstieg zur "High Art" am Beispiel des American Graffiti der 1980er-Jahre / vorgelegt von Anna Fras
Verfasser/ VerfasserinFras, Anna
Begutachter / BegutachterinLein, Edgar
Erschienen2014
Umfang93 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)New York, NY / Graffito / Geschichte 1980-1990 / New York, NY / Graffito / Geschichte 1980-1990 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62935 Persistent Identifier (URN)
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Graffiti, Pop und Kunstmarkt [5.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Malen im öffentlichen Raum existiert seitdem es Menschen gibt. Somit ist die Kunst des Graffiti historisch gesehen eine bereits sehr alte. Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs das Interesse an dieser künstlerischen Ausdrucksform mit zunehmendem Eingang in die bildenden Künste, vor allem in der Malerei und Fotografie. KünstlerInnen wurden vermehrt auf diese "Kritzeleien" aufmerksam und integrierten sie in ihre Werke. Ausgehend von Großstädten in den USA und der Erfindung der Spraydose breitete sich ab Ende der 1960er eine Welle von gesprühten Bildern über den Globus aus, und Malereien heterogener Größe, Qualität und Erscheinung schmückten Wände und Züge in urbanen Regionen. Der Fokus liegt auf den Entwicklungen im New York der 1980er im Bereich des American Graffiti: Mehrere Faktoren bewirkten die schlagartige Popularität und schnell entwickelte sich die Kunstrichtung, die aus der Volks-, Jugend- und Subkultur hervorging zu einem interessanten Bereich für den Kunstmarkt, die Galerien und die Werbeindustrie. Durch den Hype um Graffiti in den 1980ern entfernte sich die Kunstform zunehmend von der ?Low Art? und schaffte den Aufstieg zur ?High Art?. Gefördert und unterstützt von New Yorker Galerien wie z. B. der "Fun" oder der "Fashion Moda", erlangten die zu jener Zeit bekanntesten Graffiti-MalerInnen New Yorks, u. a. Lee oder Fab 5 Freddy internationale Erfolge. Nach dem Graffiti-Boom ab Mitte der 1980er hatte die Kunstrichtung in der Kunstgeschichte Einzug gehalten und heute wird Graffiti Art als eigene Strömung angesehen, was vor allem Präsentationen in Galerien und bei Museumsausstellungen zu verdanken ist. Obwohl das American Graffiti im New York der 1980er einen Meilenstein im Bereich des Graffiti darstellte, gelang den meisten MalerInnen keine dauerhafte Etablierung. Eine Ausnahmen stellten Maler wie Jean-Michel Basquiat oder Keith Haring dar, die sich der Ästhetik der Graffitikunst bedienten und diese in ihre Werke integrierten.

Zusammenfassung (Englisch)

Paintings in public space have existed ever since there were people. Thus, the art of Graffiti, which?s first evidences go back to ancient times, is historically already very ancient. From the beginning of the 20th century, the interest in this form of artistic expression has grown with an increasing impact on the field of visual arts, especially in the areas of painting and photography. Artists started to take notice of these "doodles" and soon integrated them into their works. As a consequence of the invention of the spray can at the end of the 1960s starting from large cities in the US, a wave of sprayed images spread over the globe and paintings of heterogeneous size, quality, and appearance adorned walls and trains in urban areas. This thesis focuses on the developments of American Graffiti in New York in the 1980s: Several factors caused the sudden popularity and soon the art movement that emerged from folk-, youth- and subculture evolved into an interesting area for the art market, galleries and advertising industry. Due to the hype surrounding Graffiti in the 1980s, this art form increasingly distanced from ?Low Art? and succeeded in becoming ?High Art?. Thanks to the support and funding of New York galleries like the "Fun" or "Fashion Moda", the most famous graffiti painters at that time such as Lee, Futura and Fab 5 Freddy, achieved international success. After the Graffiti boom in the mid-1980s, the movement entered the history of art. Presentations in galleries, at trade fairs and museum exhibitions, established Graffiti in a way that it is seen as a separate movement today. Although in the 1980s the American Graffiti in New York represented a milestone in the field of the movement, the painters did not manage to establish themselves permanently in this field of art. The only exceptions were painters such as Jean-Michel Basquiat and Keith Haring which used the aesthetics of Graffiti and integrated the language of the graffiti writers into their works.