Titelaufnahme

Titel
Komm und tanz mit mir! : Effekte einer Tanz- und Bewegungstherapie auf die Negativsymptomatik und Empathie von Menschen mit Schizophrenie ; eine teilrandomisierte kontrollierte Pilotstudie / Maja Kühn
Verfasser/ VerfasserinKühn, Maja
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
Erschienen2014
Umfang110 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Schizophrenie / Tanztherapie / Bewegungstherapie / Einfühlung / Schizophrenie / Tanztherapie / Bewegungstherapie / Einfühlung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-62922 Persistent Identifier (URN)
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Komm und tanz mit mir! [1.8 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Zusammenhang von Empathie (kognitiv/emotional) und der vermehrt als Kern der schizophrenen Erkrankung erkannten Negativsymptomatik (NS) ist empirisch weitgehend unerforscht. Dies gilt auch für die Tanz- und Bewegungstherapie (TBT), womöglich auf Grund ihres komplexen, vielfach intuitive Prozesse berücksichtigenden Charakters. Somit stellt die vorliegende Studie ein Pilotprojekt dar: Sie erforscht Assoziationen von NS und Empathie und evaluiert eine spezifisch für Menschen mit Schizophrenie entwickelte TBT im Hinblick auf ihre Eignung, entsprechende Defizite und damit einhergehende Einbußen im (sozialen) Funktionsniveau zu reduzieren. Patienten mit einer Diagnose aus dem schizophrenen Formenkreis wurden randomisiert (z.T. anfallend) auf eine Interventionsgruppe (IG, n = 23 bzw. 17) sowie eine Kontrollgruppe (KG, n =11) aufgeteilt. Die IG erhielt 10 Wochen lang eine TBT (2 Mal wöchentlich) und zusätzlich ein Treatment as usual (Tau). Die KG bekam ausschließlich Tau. Zusammenhänge sowie Prä-Post-Veränderungen in den beiden Variablen wurden mit Hilfe der Scale for the Assessment of Negative Symptoms (SANS) und des Cognitive and Emotional Questionnaire (CEEQ) erfasst.NS korrelierte nicht mit emotionaler, dafür aber negativ mit kognitiver Empathie. Lediglich an einem der beiden Therapieorte konnte TBT die NS reduzieren. Empathiedefizite sowie Lebensqualität und psychopathologische Symptome blieben in der gesamten Stichprobe unverändert. Die subjektive Akzeptanz der Therapie war hoch.NS und Empathie sind vielfältig definierte, multidimensionale und vielschichtige Phänomene, deren Zusammenhänge detailliertere Studien erfordern. Die in einer Vorgängerstudie (Röhricht und Papadopoulos, 2010) nachgewiesenen positiven Effekte der TBT zur Reduktion von NS können nur z.T. bestätigt werden. Handlungsbedarf besteht u.a. bei der Identifizierung von Wirkmechanismen und bei den Maßnahmen zur Minimierung von Drop-outs bei Studien mit entsprechender Population.

Zusammenfassung (Englisch)

The relation between empathy (cognitive/emotional) and the negative symptomatology (NS) often characterized as the core of the schizophrenic disorder is still widely unexplored empirically. This is also true for dance/movement therapy (DMT), which might be due to its complex character mostly focusing on intuitive processes. Therefore the study presented constitutes a pilot experiment: It examines associations between NS and empathy and evaluates a TBT specifically designed for people with schizophrenia with regard to their ability to reduce those deficits and thus resulting shortcomings in the (social) function level.Patients diagnosed with a schizophrenic disorder were randomly allocated (partly incidental) to an intervention group (IG, n = 23 or 17) and a control group (KG, n = 11). The IG group was treated with a DMT (2 times a week) and additionally a treatment as usual (Tau) over the course of two weeks. The KG solely received Tau. Associations as well as pre-post-change of the two variables were measured using the Scale for the Assessment of Negative Symptoms (SANS) and the Cognitive and Emotional Questionnaire (CEEQ).NS does not correlate with emotional empathy but correlates negatively with cognitive empathy. Only at one of both treatment facilities DMT could reduce NS. Empathy deficits, life quality as well as psycho pathological symptoms remained unchanged in the entire sample. The subjective acceptance of the therapy was high.NS and empathy are manifoldly defined, multidimensional and multifaceted phenomenons. Therefore their correlations require further and more detailed studies. The positive effect of DMT on the reduction of NS established in the predecessor study (Röhricht und Papadopoulos, 2010) can only be confirmed partly. There remains a need for action inter alia with the identification of underlying mechanisms and with measures to minimize drop-out-rates in studies focusing on this population.